SYRIEN

Angst vor Assads Rache

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Baschar al-Assadgilt als skrupelloser und rachsüchtiger Diktator

Rebellen: Schlacht um Aleppo ist nicht zu Ende – Wieder Luftangriffe

Aleppo – Im umkämpften Osten Aleppos wächst die Angst vor Racheakten des Regimes. Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International warnte, viele Zivilisten befürchteten Übergriffe der Regierungskräfte. Syriens Regierung habe eine „lange und dunkle Geschichte“ von willkürlichen Festnahmen, und Menschen seien verschwunden. Deswegen sei es umso wichtiger, die Zivilbevölkerung in eingenommenen Gebieten zu schützen.

Die heftigen Angriffe auf die Rebellengebiete der nordsyrischen Stadt haben nach UN-Angaben bereits bis zu 16 000 Menschen in die Flucht getrieben. Trotz großer Geländegewinne der Regierungstruppen wollen die Rebellen nicht aufgeben. „Der Kampf geht weiter“, sagte Usama Abu Seid, Berater der oppositionellen Freien Syrischen Armee. Der Vormarsch des Regimes sei das Ergebnis von „massivem militärischen Druck“ gegen Rebellen, die nur leichte Waffen besäßen. „Das bedeutet nicht, dass die Schlacht zu Ende ist.“

Das UN-Menschenrechtsbüro erklärte, Zehntausende säßen in den von der Opposition kontrollierten Gebieten fest. Es gebe Berichte, dass Oppositionsgruppen Zivilisten an der Flucht hinderten. Zugleich herrsche Sorge, Menschen mit Kontakten zu bewaffneten Oppositionsgruppen könnten festgenommen werden, wenn sie in Gebiete unter Kontrolle der Regierung oder der Kurden gelangten.

Bei einem neuen Luftangriff in Aleppo kamen Aktivisten zufolge mindestens zehn Menschen ums Leben, die zu Fuß auf der Flucht in weniger gefährliche Gebiete waren. Dutzende Menschen seien in dem von Rebellen gehaltenen Stadtteil Bab al-Nairab in Ost-Aleppo verletzt worden, erklärte die Beobachtungsstelle für Menschenrechte.

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