Bei Digitalgipfel

Altmaier stürzt - Dorothee Bär prangert geschmacklose Kommentare im Netz an: „Könnte kotzen“

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Dorothee Bär kritisierte die Kommentare im Netz zum Sturz von Peter Altmaier. (Symbolbild)

Wirtschaftsminister Peter Altmaier ist nach einer Rede beim Digitalgipfel in Dortmund gestürzt. Digitalministerin Dorothee Bär prangerte im Anschluss die geschmacklosen Kommentare im Netz an.

Dortmund - Nach seiner Rede beim Digitalgipfel stürzte Peter Altmaier von der Bühne. Er soll dabei aufs Gesicht gefallen sein, war kurzzeitig bewusstlos und wird in einem Krankenhaus behandelt. Mittlerweile soll es dem Wirtschaftsminister schon besser gehen. Dennoch finden sich im Netz etliche unschöne Kommentare zu Altmaiers Sturz. Auch der Digitalministerin Dorothee Bär sind diese offenbar nicht entgangen.

Nach Altmaiers Sturz war der Digitalgipfel für kurze Zeit unterbrochen worden, wurde im Anschluss aber fortgesetzt. So stand auch Dorothee Bär, Staatsministerin für Digitalisierung im Bundeskanzleramt, für ihre Rede wieder in Dortmund auf der Bühne. Via Twitter schickte sie Genesungswünsche an Altmaier und meinte: „Gute Besserung lieber Peter Altmaier - Schön, dass Du Dich gleich als erstes bei Deinen tollen Ersthelfern bedankt hast. Wir rocken den Digitalgipfel in Deinem Sinne weiter.“

Digitalgipfel in Dortmund: Bär prangert Kommentare zu Altmaier-Sturz an

Bei ihrer Rede im Anschluss nahm die Ministerin nach Angaben mehrerer Anwesender ebenfalls Bezug auf den Altmaier-Sturz und kritisierte die hämischen Kommentare, die sich schon nach kurzer Zeit zum Thema im Netz angesammelt hatten. Verschiedene User zitierten Bär bei ihrer Rede, nannten dabei zwar verschiedenen Wortlaut - der Kerninhalt war aber derselbe:

„Bei den Kommentaren im Internet zu dem Sturz von Peter Altmaier könnte ich kotzen! Wir brauchen bei so wenig Mitmenschlichkeit kaum über Plattformen reden“, zitiert ein User Bär. Ein anderer variiert bei seinem Zitat nur leicht: „Ich wünsche an dieser Stelle Peter Altmaier eine gute Genesung und...excuse my language...ich könnte kotzen, wenn ich sehe, was im Netz jetzt schon wieder abgeht!“ Ein weiterer User zitiert den letzten Satz fast identisch: „Ich könnte wirklich kotzen, was im Internet zu Peter Altmaier abgeht.“

Obwohl Peter Altmaier nach seinem schweren Sturz vorübergehend bewusstlos liegen geblieben war, konnten sich tatsächlich viele User die Häme im Netz nicht sparen: „Es tut mir leid Herr Altmaier aber ich kann mir es nicht verkneifen. Das Beben ist bis zu mir angekommen“, lautet etwa einer. Ein anderes Beispiel: „Nehmen Sie etwas ab Herr Altmaier, dann klappt es besser mit dem Laufen und Gucken. Trotzdem gute Besserung.“

Altmaier-Sturz: Auch Internet-User wehren sich gegen hämische Kommentare

Doch nicht nur Dorothee Bär kritisierte die Kommentare. Auch etliche Internet-User hielten direkt dagegen: „Ein 61-Jähriger stürzt und verletzt sich dabei möglicherweise. Und nun überlegen wir alle mal, welche Kommentare wir hören wollten, wenn es sich dabei um den eigenen Mann, Vater oder Großvater handeln würde“, schrieb ein User. Ein anderer meinte: „Über die "Verrohung der Gesellschaft" jammern und wehklagen, aber wenn ein Bundesminister sich bei einem schweren Sturz verletzt, erstmal Witze reißen.“ Über den Sturz von Peter Altmaier beim Digital-Gipfel in Dortmund berichtet auch ruhr24.de*.

Es gab einen weiteren Schreckmoment, dieses Mal im Bundestag: Ein CDU-Politiker klappte plötzlich zusammen. 

Angela Merkel sollte bei einer Veranstaltung ein Grußwort halten. Als sie auf die Bühne steigen wollte, verschwand die Kanzlerin plötzlich.

Video: Peter Altmaier stürzt bei Digitalgipfel und muss behandelt werden

rjs

*ruhr24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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