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Afrika: Der Kontinent, der sich vervierfacht

München – Afrika wächst und wächst. Ein Ende ist nicht in Sicht.

Im Gegenteil. Experten des US-Forschungsinstituts Population Reference Bureau gehen davon aus, dass im Jahr 2050 im Niger 68 Millionen Menschen leben werden, momentan sind es gerade mal 18,9 Millionen. Im gleichen Zeitraum wächst Nigeria von 181,8 Millionen Einwohner auf fast 400 Millionen, Kongo wächst von 73 Millionen Menschen auf 193 Millionen, der Sudan von 40,9 Millionen auf 105 Millionen Bewohner.

Manche afrikanischen Staaten verdoppeln sich in den nächsten 35 Jahren, manche wachsen um mehr als das Dreifache. Es gibt Prognosen, wonach sich die Zahl der Afrikaner von heute 1,2 Milliarden bis zum Jahr 2100 sogar auf 4,4 Milliarden fast vervierfachen wird. Damit weitet sich bei der demografischen Entwicklung die Kluft zwischen Industrie- und Entwicklungsländern immer weiter aus. Der Anteil der unter 15-Jährigen ist in Afrika mit 43 Prozent der Gesamtbevölkerung am höchsten – in den Industrienationen dagegen mit gerade einmal 16 Prozent am niedrigsten. Das geht aus einem aktuellen Report der Stiftung Weltbevölkerung (DSW) hervor. „Aktuell lebt die größte Jugendgeneration aller Zeiten in Afrika“, sagt DSW-Geschäftsführerin Renate Bähr.

Es gibt Berechnungen der UN, wonach am Ende dieses Jahrhunderts mit hoher Wahrscheinlichkeit bis zu 12,3 Milliarden Menschen die Erde bewohnen werden. Der Hauptgrund dafür sind die anhaltend hohen Geburtenraten in Afrika (siehe Grafik). Die Zahl der Kinder pro Frau hat sich im weltweiten Durchschnitt seit 1970 fast halbiert. Statistisch gesehen bekommt jede Frau heute 2,5 Kinder – vor gut 40 Jahren waren es noch 4,7 Kinder gewesen. Gleichzeitig überleben mehr Säuglinge das erste Lebensjahr. Bei den Zahlen gibt es je nach Weltregion große Unterschiede. Während eine Frau in Europa heute nur noch durchschnittlich 1,6 Kinder bekommt (1970: 2,3), sind es in Asien 2,2 (1970: 5,4) und in Afrika 4,5 Kinder (1970: 6,7). In Niger, so sagen es die Experten von Unicef, rechnet man damit, dass im Jahr 2050 jede Frau statistisch gesehen 7,5 Kinder auf die Welt bringt. Eine unfassbare Zahl, aber auch in Mali, Somalia, Tschad, Nigeria und Kongo wird mit einem extremen Anstieg der sowieso schon hohen Geburtenzahlen gerechnet. Frauen und Mädchen in diesen Entwicklungsländern werden oft ungewollt schwanger – das liegt auch daran, dass sie nicht verhüten können. Zum Vergleich: In Deutschland bringt heute statistisch gesehen jede Frau 1,4 Kinder zur Welt.

Nach Zahlen der UN sorgen gerade einmal neun Länder für die Hälfte des Weltbevölkerungswachstums bis zum Jahr 2050. Die Länder sind: Nigeria, Indien, Pakistan, Kongo, Uganda, Äthiopien, Tansania, USA und Indonesien.  sts/dpa

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