Die Affäre Dieter Wedel

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Im deutschen Rechtssystem gilt die Unschuldsvermutung.

Im konkreten Fall bedeutet das: Es steht Aussage gegen Aussage. Hier immer mehr Frauen, die dem Regisseur Dieter Wedel vorwerfen, sie gedemütigt, geschlagen, sexuell bedrängt zu haben. Da der heute 75-Jährige, der alle Anschuldigungen zurückweist.

Den Stein ins Rollen gebracht hatte wie berichtet das „Zeit“-Magazin, in dem die Schauspielerinnen Patricia Thielemann und Jany Tempel schwere Vorwürfe gegen Wedel erhoben. Die von den Frauen geschilderten Übergriffe sollen vor mehr als zwei Jahrzehnten stattgefunden haben. Wenig später hatte Schauspielerin Iris Berben berichtet, Wedel habe sie Ende der Siebzigerjahre am Set der Fernsehserie „Halbzeit“ gedemütigt, nachdem sie eine Einladung zum Essen abgelehnt habe.

Es ist das deutsche Gegenstück zur Debatte um #MeToo und den US-amerikanischen Produzenten Harvey Weinstein: Immer mehr Schauspielerinnen meldeten sich in der Folge zu Wort, erhoben schwere Vorwürfe gegen Wedel. ARD und ZDF erklärten, die Missbrauchsvorwürfe zur Chefsache zu machen und kündigten vergangene Woche Untersuchungen an.

Aus dem Umfeld des Regisseurs ist zu hören, dass sich Wedel weiterhin in ärztlicher Behandlung befinde. Der Regisseur kam vor mehr als einer Woche mit Herzbeschwerden ins Krankenhaus. kjk

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