Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Meinung

AfD unter Beobachtung: Ein letzter Warnschuss

Marcus Mäckler online rahmen
+
Marcus Mäckler
  • Marcus Mäckler
    VonMarcus Mäckler
    schließen

Die AfD beschwört einen heißen Herbst – nun hat der Landesverband Bayern selbst Feuer unterm Dach: Der Verfassungsschutz nimmt die Partei künftig genauer unter die Lupe. Es ist die logische Konsequenz aus der Beobachtung der Gesamt-Partei – und zugleich der Preis für die Annäherung an den ganz radikalen Rand.

Natürlich wird die Klage über den angeblich instrumentalisierten Verfassungsschutz groß sein. Es ist die übliche Leier, die nicht verdecken darf, dass sich die Bayern-AfD den Beobachtungsfall auch selbst zuzuschreiben hat. Dass die Gedankenwelt einiger Parteigänger von Umsturz- und Bürgerkriegsfantasien durchzogen ist, dass manche regelrecht Hass auf alles jenseits der eigenen Denkblase pflegen, ist kein Geheimnis.

Die Bayern-AfD mag zerstritten sein – aber Verharmlosung führt in die Irre. Seit der Wahl des „Flügel“-nahen Stephan Protschka zum Landeschef ist klar, wo die Reise hingeht. Im Vorstand sitzen kaum mehr gemäßigte Stimmen, dafür viele, die sich am Radikal-Kurs der Ost-Kollegen orientieren. Wer sich in der Nähe des Rechtsextremen Björn Höcke wohlfühlt, darf sich über das Interesse der Verfassungsschützer nicht wundern.

Ein Jahr vor der Landtagswahl ist die behauptete Bürgerlichkeit der AfD passé, die Beobachtung ein Warnschuss für alle, die die AfD für eine normale Partei halten. Den radikalen Kern wird sie nicht jucken. Man hat sich in der Rolle eingerichtet, hofft gar, dass „Halbe“ (so nennen die Radikalen die eher Gemäßigten) gehen. Höcke nannte das in Anspielung auf die Shoa „ausschwitzen“. Noch Fragen?

Marcus.Maeckler@ovb.net

Kommentare