440 000 EU-Bürger beziehen Hartz IV

Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit bezogen im Januar 2016 hierzulande knapp 440 000 Menschen aus anderen EU-Staaten Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (Hartz IV). Polnische Staatsangehörige bildeten dabei mit rund 92 000 Leistungsbeziehern die größte Gruppe.

Danach folgten Italiener (71 000), dicht gefolgt von Bulgaren (70 000). An vierter Stelle folgte Rumänien mit rund 57 000 Menschen, die auf Unterstützung angewiesen waren, vor Griechenland (46 000).

Nicht alle dieser Menschen sind arbeitslos. Viele von ihnen sind Niedrigverdiener, die ihren Lohn mit Sozialleistungen aufstockten. Mit 42 Prozent auffallend hoch ist der Anteil an „Aufstockern“ laut dem Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) bei Bulgaren und Rumänen. Bei Ausländern insgesamt lag der Anteil bei 30 Prozent. Menschen aus Bulgarien und Rumänien beziehen laut IAB im Vergleich zu anderen Ausländern auch überdurchschnittlich häufig Leistungen. Die Hilfequote lag bei ihnen bei 18,7 Prozent – bei Ausländern insgesamt lag sie bei 17,5 Prozent. Im Vergleich mit anderen Zuwanderern integrierten sich vor allem Bulgaren deutlich schlechter in den deutschen Arbeitsmarkt.

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