2015 – ein Jahr in Zitaten

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„Wenn Pegida-Leute Weihnachtslieder singen, besingen sie einen, dessen Botschaft sie durch ihre Wortbeiträge bekämpfen.“ Volker Kauder, Unions-Fraktionschef, CDU, am 9. Januar.

„Manche glauben, und entschuldigen Sie den Ausdruck, dass sie, um gute Katholiken zu sein, wie die Kaninchen sein müssen.“ Papst Franziskus

am 19. Januar während des Rückflugs von den Philippinen nach Rom über verantwortungsbewusste Familienplanung

„Die Festlegung kann so oder ganz anders ausfallen. Das ist immer so bei mir.“

Horst Seehofer,

Bayerns Ministerpräsident, CSU, am 28. Januar über die bevorstehenden Entscheidungen zur Energiewende

„Deutschland ohne Einwanderer – das ist wie Oktoberfest ohne Dirndl.“

Katrin Göring-Eckardt,

Grünen-Fraktionsvorsitzende am 5. Februar im Bundestag zum Einwanderungsgesetz

„Am 28., um 24.00 Uhr, isch over.“ Wolfgang Schäuble,

Bundesfinanzminister, CDU, am 17. Februar zum Schuldenstreit mit Griechenland

„Gegen eine Mitgliedschaft im Kabinett von Horst Seehofer ist eine Folterkammer eine Wärmestube.“ Sigmar Gabriel,

SPD-Chef, beim politischen Aschermittwoch am 18. Februar in Vilshofen

„Griechenland ist keine Kolonie. Eine Rückkehr zum Sparprogramm wird es für Griechenland nicht geben.“

Alexis Tsipras,

griech. Regierungschef, 16. März

„Das ist getürkt. Das hat es nicht gegeben.“

Gianis Varoufakis,

griechischer Finanzminister, am 16. März zu einem Video, in dem er den Deutschen angeblich symbolisch den Mittelfinger zeigt

„Die für uns plausibelste, die wahrscheinlichste Interpretation ist folgende: Der Co-Pilot hat sich absichtlich geweigert, dem Bordkommandanten die Tür zum Cockpit zu öffnen und hat den Knopf zum Absenken der Flughöhe gedrückt. Wir kennen heute nicht den Grund, aber das kann interpretiert werden als der Wille, dieses Flugzeug zu zerstören.“ Brice Robin,

Staatsanwalt von Marseille, am 26. März zum Germanwings-Absturz in den französischen Alpen

„Wenn es vorbei ist, ist es vorbei.“ Helmut Schmidt,

Altkanzler, in „Menschen bei Maischberger“ vom 28. April zum Thema, ob er an das Jenseits glaube. Es war sein letzter TV-Auftritt. Schmidt starb am 10. November.

„Wir sind nichts ohne die nachrichtendienstlichen Erkenntnisse der Amerikaner. Wir wären blinde Hühner.“

Bernd Schmidbauer, Ex-Geheimdienstkoordinator im Kanzleramt, CDU, am 1. Mai zur Geheimdienstzusammenarbeit

„Kein Witz, wenn der Papst weiter so redet, dann fange ich früher oder später wieder an zu beten und trete wieder der katholischen Kirche bei.“

Raúl Castro,

Kubas Staatschef, am 10. Mai nach einer Privataudienz

„Die Erde, unser Haus, scheint sich immer mehr in eine unermessliche Mülldeponie zu verwandeln.“ Papst Franziskus

in seiner Umwelt-Enzyklika, die am 18. Juni veröffentlicht wurde

„Wenn wir jetzt sagen, ihr könnt alle kommen (...) das können wir auch nicht schaffen (...) es werden manche auch wieder zurückgehen müssen.“

Angela Merkel

am 15. Juli in einer TV-Sendung zum Flüchtlingsmädchen Reem

„Früher warst du Rebell, wenn du eine revolutionäre Bewegung angeführt hast. Heute bist du ja schon Rebell, wenn du bei deiner Meinung bleibst.“ Wolfgang Bosbach,

CDU-Bundestagsabgeordneter, am 23. Juli über seine Gründe, das Amt als Vorsitzender des Innenausschusses niederzulegen

„Es gibt ein helles Deutschland, das sich hier leuchtend darstellt gegenüber dem Dunkeldeutschland, das wir empfinden, wenn wir von Attacken auf Asylbewerberunterkünfte oder gar fremdenfeindlichen Aktionen gegen Menschen hören.“ Joachim Gauck,

Bundespräsident, am 16. August in einer Flüchtlingsunterkunft

„Keinen Millimeter diesem rechtsradikalen Mob. Bei uns zu Hause würde man sagen, das ist Pack, was sich hier rumgetrieben hat.“ Sigmar Gabriel

am 24. August in Heidenau über die dortigen Krawalle

„Deutschland ist ein starkes Land. (...) Wir haben so vieles geschafft, wir schaffen das. Wir schaffen das, und wo uns etwas im Wege steht, muss es überwunden werden.“

Angela Merkel

am 31. August in Berlin zur Flüchtlingskrise

„Das Problem ist nicht ein europäisches Problem, das Problem ist ein deutsches Problem.“ Viktor Orban,

ungarischer Regierungschef, am 3. September zur Flüchtlingskrise

„Das war ein Fehler, der uns noch lange beschäftigen wird. Ich sehe keine Möglichkeit, den Stöpsel wieder auf die Flasche zu kriegen.“ Horst Seehofer

am 11. September zu Merkels Entscheidung, Flüchtlinge aus Ungarn generell einreisen zu lassen

„Brüssel irrt, die Maut kommt, Gerechtigkeit siegt.“

Alexander Dobrindt,

Bundesverkehrsminister, CSU, am 11. September im Bundestag zum Streit mit der EU-Kommission über eine deutschen Pkw-Maut

„Wenn wir jetzt anfangen, uns noch entschuldigen zu müssen dafür, dass wir in Notsituationen ein freundliches Gesicht zeigen, dann ist das nicht mein Land.“ Angela Merkel

am 15. September nach einem Treffen mit ihrem Amtskollegen Werner Faymann aus Österreich zur Aufnahme von Flüchtlingen

„Wir müssen immer wieder deutlich machen, dass, wer nach Deutschland kommt, nicht in die Bundesliga einwandert, sondern ins Grundgesetz und seine Regeln.“

Norbert Lammert,

Bundestagspräsident, CDU, am 15. Oktober

„Frankreich ist im Krieg.“

François Hollande,

französischer Präsident, am 16. November im Schloss von Versailles zu den Anschlägen in Paris

„Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern.“ Thomas de Maizière,

Bundesinnenminister, CDU, am 17. November in Hannover auf die Frage nach Informationen zur Absage des Fußball-Länderspiels

„Das ist kein Kriegseinsatz, sondern ein Signal der Solidarität mit Frankreich.“

Gerda Hasselfeldt,

Landesgruppenchefin, CSU,

am 1. Dezember zum geplanten Bundeswehreinsatz gegen den IS

„Ich fühle mich moralisch schuldig, dass ich zehn Morde und zwei Bombenanschläge nicht verhindern konnte.“

Beate Zschäpe,

mutmaßliche Neonazi-Terroristin, in einer Erklärung, die ihr Anwalt Mathias Grasel am 9. Dezember im NSU-Prozess verlas

„Die Union weiß, dass man Vorsitzende zu stärken hat, selbst wenn man noch so sauer ist. Dieser Gedanke ist der SPD fremd.“ Christian Ude,

Münchner Ex-OB, SPD, am 29. Dezember in unserer Zeitung

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