Seenotrettung

115 Migranten harren auf Küstenwache-Schiff in Italien aus

  • schließen
  • Weitere
    schließen
+
Die "Bruno Gregoretti", ein Schiff der italienischen Küstenwache, bei einem früheren Einsatz im Mittelmeer. Foto: Ivan Consiglio/epa/Archiv

Das Spiel ist bekannt: Italien fordert die anderen europäischen Staaten auf, Bootsflüchtlinge aufzunehmen. Erst dann würden die Migranten von Boot gelassen. Einen ersten Teilerfolg gab es aber bereits.

Rom (dpa) - Nach ihrer Rettung im Mittelmeer harren 115 Migranten weiter auf einem Schiff der italienischen Küstenwache aus.

Die "Gregoretti" liegt im Hafen der sizilianischen Stadt Augusta. Die italienische Regierung will die Migranten erst von dem Schiff gehen lassen, wenn sich andere europäische Staaten bereiterklären, sie aufzunehmen. Die Hilfsorganisation Save the Children begrüßte am Dienstag, dass 16 Minderjährige von Bord gehen konnten. "Aber es ist nötig, auch den anderen Personen an Bord die Anlandung zuzusichern", twitterte die NGO. Deutschland hat der EU-Kommission bereits seine Bereitschaft mitgeteilt, gerettete Migranten aufzunehmen.

Die EU streitet seit langem über einen Verteilmechanismus für Bootsflüchtlinge. Die Regierung in Rom wehrt sich dagegen, dass die Geretteten wie in der Vergangenheit zu einem großen Teil in Italien an Land gehen. Sie geht insbesondere gegen private Seenotretter vor. Von denen sind nur noch wenige im Mittelmeer unterwegs - die "Alan Kurdi" der deutschen Hilfsorganisation Sea-Eye ist derzeit das einzige private Rettungsschiff, das vor Libyen Ausschau nach Migranten in Seenot hält.

Zurück zur Übersicht: Politik

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Mehr zum Thema

Kommentare