Verdächtige festgenommen

Oslo: Mehrere Menschen von gestohlenem Krankenwagen verletzt - Zwei Tatverdächtige in Untersuchungshaft 

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In Oslo wurden Menschen durch einen gestohlenen Krankenwagen verletzt.
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Aufregung in Norwegens Hauptstadt Oslo: Ein Krankenwagen fährt gegen Mittag mehrere Menschen an. Ein bewaffneter Mann hat ihn nach einem Unfall gestohlen. Eine Frau flüchtet zunächst.

Update vom 24. Oktober, 19.25 Uhr: Der Norweger, der den gestohlenen Krankenwagen gefahren hatte, sitzt nun in Untersuchungshaft. Das entschied das Osloer Gericht am Donnerstag. Ihm wird versuchter Mord und Waffenbesitz vorgeworfen. 

Festgenommen hat die Polizei auch eine 25-jährige Frau, die mit ihm Wagen saß und zunächst flüchtete. Sie muss ebenfalls in Untersuchungshaft bleiben, da ihr Mitwirkung zum Waffenbesitz vorgeworfen wird. Ihrem Anwalt zufolge versteht sie nicht, dass sie ins Gefängnis muss. Sie habe nur zufällig in dem Wagen gesessen. Sie legte Einspruch gegen die Entscheidung ein.

Oslo: Mehrere Menschen von Krankenwagen verletzt - Anwalt: kein rechtsextremes Motiv

Update vom 23. Oktober, 13.14 Uhr: Nach Angaben seines Anwalts hatte der 32-jährige Mann kein rechtsextremes Motiv. Er war gestern verhaftet worden, nachdem er an einem Unfallort einen Krankenwagen gestohlen hatte und auf der Flucht vor Polizeibeamten Passanten anfuhr. Dabei wurden zwei Babys leicht verletzt. Dem 32-Jährigen wird nun versuchter Mord vorgeworfen.  

Der Anwalt Øyvind Bergøy Pedersen sagte einer norwegischen Zeitung am Mittwoch: „Er hat keine rechtsextremen Verbindungen oder Haltungen. Ich weise solche Anschuldigungen entschieden zurück.“ Der 32-Jährige habe vermutlich spontan gehandelt, nachdem er mit seinem Auto verunglückte, so sein Anwalt. Beide Verdächtigen sollten am Mittwoch verhört werden.

Der norwegische Sicherheitsdienst PST teilte mit, ebenfalls keine Hinweise auf eine Terrortat zu haben.

Schock in Oslo: Mehrere Menschen von gestohlenem Krankenwagen verletzt

Erstmeldung vom 22. Oktober: Ein gestohlener Krankenwagen steuert plötzlich mitten in Oslo auf eine Mutter mit zwei kleinen Kindern und ein älteres Ehepaar zu. Es ist ein Schock am Dienstagmittag in der norwegischen Hauptstadt.

Mehrere Menschen werden verletzt und in Krankenhäuser gebracht. Einer der mutmaßlichen Täter, ein 32-Jähriger, wird von den Ermittlern schnell gestoppt. 

Einer Frau gelingt zunächst die Flucht, später verkündet die Polizei auch ihre Festnahme. Nach und nach werden mehr Details zu dem Fall bekannt.

Die beiden Verdächtigen stammen aus Norwegen und waren der Polizei bereits bekannt. Dem Mann werde versuchter Mord vorgeworfen, der 25 Jahre alten Frau Waffenbesitz. 

Oslo: Schock-Fahrt mit gekapertem Krankenwagen - mehrere Menschen verletzt

Möglicherweise flüchteten die beiden vor der Polizei, weil sie Drogen bei sich hatten. Die Polizei fand später Waffen und Drogen in dem Krankenwagen.

Die Sanitäter waren nach Angaben der Polizei am Mittag zu einem Einsatz im Norden der Stadt gerufen worden. Kurz darauf wurde der Krankenwagen demnach gekapert - offenbar von dem Mann, der mit dem Fahrzeug später mehrere Menschen anfuhr. 

Eine Frau und sieben Monate alte Zwillinge wurden verletzt und in ein Krankenhaus gebracht. Ein älteres Ehepaar konnte noch zur Seite springen. Niemand wurde schwer verletzt.

Völlig offen blieb zunächst, was das Motiv der Tat gewesen sein könnte. Zeugen schilderten, dass der Fahrer den gestohlenen Krankenwagen womöglich absichtlich auf den Gehweg steuerte. Doch es sei zu früh, etwas über das Motiv der Tat zu sagen, sagte die Polizeichefin der Stadt. 

Oslo: Polizei dachte zunächst an terroristischen Hintergrund

Die Polizei ging zunächst nicht von einem terroristischen Hintergrund aus. Die Ermittler prüften aber Hinweise, dass der festgenommene Mann Kontakte zum rechtsextremen Milieu haben soll. Ihm wird versuchter Mord vorgeworfen, der Frau zunächst Waffenbesitz.

Doch auch nach dem ersten Schock über den Vorfall bleibt Oslo in Aufregung: Nach einer Verdächtigen wird noch gesucht, die Frau ist zunächst geflüchtet. Sie wirke berauscht, heißt es von der Polizei. Wenige Stunden später wird auch ihre Festnahme verkündet.

Derweil finden die Ermittler in dem Krankenwagen Waffen - ein Gewehr und eine halbautomatische Waffe - sowie eine große Menge Drogen. Womöglich seien die Verdächtigen auch deshalb nach dem Unfall geflüchtet - um Waffen und Drogen vor der Polizei zu verstecken, heißt es von der Polizei auf einer Pressekonferenz am Nachmittag. Doch sicher ist das zunächst nicht.

Am Münchner Flughafen schockte ein Mann auch viele Passagiere. Mit einer Clownsmaske verbreitete er Angst und Schrecken - und das mit 4,61 Promille. In Halle gab es erneut eine blutige Attacke.

Einen Ermittlungserfolg konnte die Polizei nach langer Zeit im Fall des Säure-Anschlags auf Innogy-Manager Bernhard Günther verbuchen. Festgenommen wurde ein Hells-Angels-Mann. 

dpa

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