Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für . Danach können Sie gratis weiterlesen.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf
  • Jetzt für nur 0,99€ im ersten Monat testen
  • Unbegrenzter Zugang zu allen Berichten und Exklusiv-Artikeln
  • Lesen Sie nahezu werbefrei mit aktiviertem Ad-Blocker
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.


Polizeieinsatz

Tote nach Anschlag in Oslo: Ermittlungen wegen „islamistischem Terrorakt“

  • Tobias Utz
    VonTobias Utz
    schließen

In Norwegen sterben zwei Menschen bei einem Attentat – die Polizei geht mittlerweile von „islamistischem Terror“ aus.

+++ 20.49 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen in Oslo ermittelt die Polizei wegen „islamistischem Terrorismus“. Der festgenommene Verdächtige habe eine „lange Geschichte von Gewalt und Drohungen“ aufzuweisen, sagte der Chef des norwegischen Inlandsgeheimdienstes, Roger Berg, am Samstagabend. Der Geheimdienst habe ihn seit 2015 auf dem Schirm, zum einen wegen seiner möglichen Radikalisierung, zum anderen wegen seiner Zugehörigkeit zu einem Islamisten-Netzwerk.

Im vergangenen Monat sei er vernommen worden, doch die Ermittler konnten zu der Zeit keine „gewaltsamen Absichten“ erkennen. Nach Angaben der Polizei von Oslo handelt es sich bei dem Tatverdächtigen um einen 42-jährigen Norweger mit iranischen Wurzeln. Geheimdienstchef Berg sagte, es lägen auch Informationen vor, dass seine psychische Gesundheit beeinträchtigt sein könnte. Bisher hat sich der Verdächtige jedoch geweigert, Fragen der Ermittler zu beantworten.

In Oslo fallen in der Nacht auf Samstag (25. Juni) tödliche Schüsse.

+++ 16.30 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen in Oslo hat Norwegen die nationale Terrorwarnstufe auf die höchste Stufe angehoben. Die Gefahr einer terroristischen Bedrohung sei „außergewöhnlich“ hoch, teilte der norwegische Geheimdienst PST am Samstag mit, wie der Sender NRK berichtete. Behördenchef Roger Berg erklärte, man betrachte die Tat mit zwei Todesopfern und mindestens 21 Verletzten als islamistisch motivierten Terroranschlag. Nun gilt Terrorwarnstufe fünf. Bisher war es Stufe drei.

Tödliche Schüsse in Oslo: Ermittlungen wegen „Terrorakt“ laufen

+++ 12.00 Uhr: Mittlerweile dringen immer mehr Details aus der Nacht auf Samstag an die Öffentlichkeit. Die Tat ereignete sich laut Angaben der Polizei Oslo gegen 01.00 Uhr in der Innenstadt. Tatort war unter anderem eine in der homosexuellen Szene beliebten Bar, dem „London Pub“. Dort eröffnete der Mann, der laut Polizei-Informationen ein Norweger iranischer Abstammung sein soll, das Feuer. Zwei Menschen starben.

Die Zahl der Verletzten liegt mittlerweile bei 21 Menschen. 14 davon kamen noch in der Nacht in verschiedene Krankenhäuser in Oslo. Eine Augenzeugin schilderte der norwegischen Zeitung Verdens Gang ihre Eindrücke: „Er schien sehr sicher zu sein, worauf er zielt“, sagte sie. Ein anderer Augenzeuge erklärte, dass der Täter eine automatische Waffe benutzt habe. Die Bar habe „wie ein Kriegsschauplatz“ ausgesehen.

Die Osloer Polizei bestätigte bereits in der Nacht, dass der Mann polizeibekannt sei. Auch der norwegische Inlandsgeheimdienst kannte ihn bereits. Die Ermittlungen wegen eines „Terroraktes“ laufen nun.

Schüsse in Oslo: Polizei geht von einem Terroranschlag aus

+++ 09.00 Uhr: Nach den tödlichen Schüssen in einem Nachtclub in Oslo mit zwei Toten und 19 Verletzten ermittelt die Polizei nun wegen eines Terroranschlags.

Der Club in der norwegischen Hauptstadt ist in der queeren Szene beliebt (s. Erstmeldung). In Oslo ist am Nahmittag eine Pride-Parade geplant. Die Ermittlungsbehörden prüfen noch, ob die Veranstaltung stattfinden kann.

Polizei- und Rettungskräfte am Tatort in Oslo.

Erstmeldung vom Samstag, 25. Juni, 06.00 Uhr: Oslo – In der norwegischen Hauptstadt Oslo hat sich in der Nacht auf Samstag (25. Juni) ein Anschlag ereignet. Ersten Erkenntnissen der Polizei zufolge schoss dabei ein Mann unter anderem im Gay-Club „London Pub“ und einem Restaurant um sich. Zwei Menschen starben, es gab mindestens 19 Verletzte. 14 davon wurden in Krankenhäuser eingeliefert.

Kurze Zeit nach der Tat nahmen Einsatzkräfte den mutmaßlichen Täter fest. Dabei hatte die Polizei offenbar Hilfe aus der Zivilbevölkerung: Der Tatverdächtige wurde wohl von mehreren Personen festgehalten. Das berichtete die norwegische Zeitung NRK.

Norwegen: Attentat in Oslo – Zwei Tote

Einsatzleiter Tore Barstad zufolge geht die Polizei von einem Einzeltäter aus. Die Wohnung des Tatverdächtigen werde derzeit laut diensthabendem Beamten, Roger Hjertø, durchsucht, hieß es in der Nacht auf Samstag (25. Juni). Der Tatverdächtige sei bisher noch nicht vernommen worden. Daher gäbe es auch noch keine Erkenntnisse zu einem möglichen Motiv. Mittlerweile teilten die Einsatzkräfte mit, dass der Mann bereits polizeibekannt ist.

Der oben genannte Club „London Pub“ gilt in Oslo als einer der größten Treffpunkte für homosexuelle Menschen. Das Attentat ereignete sich nur wenige Stunden vor den Feierlichkeiten zum „Pride Month“ in Norwegen. Am Samstag und Sonntag (27. Juni) sind zahlreiche Veranstaltungen, unter anderem eine Parade, geplant. Die Polizei prüft noch, ob die Events stattfinden können. (tu/ kh mit dpa/AFP)

Rubriklistenbild: © Javad Parsa/Imago

Kommentare