Sein Spitznamen war Frankenstein

28-Jähriger stirbt: Vorbereitung auf „Gender Reveal Party“ endet tödlich

Eine Girlande mit der Aufschrift „It‘s a boy“ und blaue Luftballons hängen an einer Wand. In den USA schießen werdende Eltern Farbpulver, Konfetti oder Feuerwerk in die Luft, um Freunden und dem Internet mitzuteilen, welches Geschlecht ihr Kind haben wird - mit bisweilen verheerenden Folgen
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Eine Girlande mit der Aufschrift „It‘s a boy“ und blaue Luftballons hängen an einer Wand. (Symbolbild)
  • Andreas Knobloch
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Im Internet kursiert seit einiger Zeit ein neuer Trend: „Gender Reveal Partys“. Nun ist eine davon gehörig in die Hose gegangen und ein Mann ist gestorben.

New York - Es wurde zum Trend in den sozialen Netzwerken: Der Moment, wenn das Geschlecht des Kindes enthüllt wird. Meist wurde ein Gegenstand wie ein Ballon platzen lassen und eine bestimmte Farbe erfüllte den Raum. Meist Blau für den Jungen und Rosa für das Mädchen - so weit, so unspektakulär.

Doch das war dann nicht alles. Die Videos und die Enthüllungen wurde immer spektakulärer und kreativer. Sogar in Dubai wurde von künftigen Eltern der Burj Khalifa gemietet, dessen Fassade letztendlich komplett in blauer Lichtern erstrahlte.

New York: „Gender Reveal Party“ wird zur Todesfalle

Nun ging die Vorbereitung auf eine Feier im Bundesstaat New York aber nach hinten los. Wie die New York State Police vermeldet, wurden sie am 21. Februar um 11.55 Uhr Ortszeit zu einer Unterkunft gerufen, nachdem dort eine Explosion gemeldet wurde. Ein 28-Jähriger und zugleich baldiger Vater bastelte in seiner Garage an einem Gerät, welches plötzlich explodierte. Bei der Explosion starb der Bastler, sein 27-jähriger Bruder wurde ins Krankenhaus eingeliefert.

Nähere Informationen konnte die Polizei von der laufenden Ermittlungen noch nicht nennen. Bei dem Gegenstand soll es sich um eine Art Rohr handeln, wie die New York Times schreibt. Die Zeitung zitierte den ältesten Bruder (34), der von den „Verrückteste aller verrückten Unfälle“ sprach, und fügte an, dass sein verletzter Bruder in stabilem Zustand sei.

New York: Künftiger Vater wurde Frankenstein genannt

Schon bei mindestens zwei anderen „Gender Reveal Partys“ soll es zu Unglücken seit 2019 gekommen sein. Der älteste Bruder beschreibt seine beiden Geschwister als „mechanisch begabte“ Jungs, die „alles reparieren können“. Sein toter Bruder trug früher den Namen „Frankenstein“. „Was er hochhob und trug, hätte normalerweise drei Leute gebraucht. Er hob Motorenblöcke einfach so auf die Seite, weil sie im Weg lagen“, wird der älteste Bruder von der NY-Times zitiert.

Er erfuhr von dem Unfall auf dem Weg zur „Gender Reveal Party“ und drückte aufs Pedal. Sogar ein Verkehrspolizist bei einer Polizeikontrolle drückte ein Auge zu und er düste zum Unfallort. Er sagt nun im Nachhinein über seinen toten Bruder: „Er war wirklich bereit, eine Familie zu gründen. Er wollte zur Ruhe kommen und erwachsen werden“.

Ein 20-Jähriger wollte ein Youtube-Streich-Video drehen und wurde dabei erschossen. In Australien wurde ein Wetter-Mann zu einem Helfer in einer katastrophalen Situation. (ank)

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