„Wie 45 Hiroshima Atombomben“

NASA macht schockierende Entdeckung in der Arktis und schlägt sofort Alarm

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Die NASA machte zum zweiten Mal eine historische Entdeckung in der Arktis. Deren Entstehung ist schockierend.

Die NASA hat in der Arktis einen schockierenden Fund gemacht und schlägt Alarm. Schon 2018 kamen erste Ergebnisse der Forscher ans Licht.

Grönland - Die größte Insel der Welt sorgte in den letzten Tagen für Aufregung. Satellitenbilder versprachen faszinierende Entdeckungen. Bereits im November 2018 war der NASA ein historischer Fund geglückt, als sie einen riesigen Einschlagkrater im Nord-Westen der Insel fanden. Es war der erste Einschlagkrater, der jemals unter der dicken Eisschicht der Arktis gefunden wurde und entstand durch den Aufprall eines Metall-Asteroiden.

Arktis: Erneut läuten die Alarmglocken 

Nun schlägt ein Glaziologe der NASA erneut Alarm. Möglicherweise gibt es einen zweiten Krater unter dem ewigen Eis der Arktis, wie phys.org berichtet. Der Forscher hatte unter einer mehr als 1,6 Kilometer tiefen Eisschicht eine vielversprechende Entdeckung gemacht. Nur 183 Kilometer vom ersten Fund entfernt, das ist geringer als die Luftlinie von München nach Stuttgart, fand der NASA-Forscher einen zweiten Krater. Die Entdeckungen könnten bei dieser geringen Entfernung zusammen hängen.

2018 entdeckte die NASA in Grönland einen ersten Krater unter dem Eis. 2019 folgt ein weiterer Fund.

Der neueste Fund in der Arktis hat allerdings größere Ausmaße, als der Krater im November 2018. Wenn es sich, wie vermutet, auch hier um einen Asteroideneinschlag handelt, gehört der Krater zu den Größten der Welt. Mit 35 Kilometern Durchmesser und damit einer Fläche größer als New York, läge der Krater auf Platz 22 der Weltrangliste der Einschlagkrater. (NASA-Forscher entdeckten 2018 ein erschreckendes Phänomen im Eis, berichtete extratipp.com*)

Krater in der Arktis: Die NASA-Forscher glaubten nicht daran

Glaziologen hatten lange Zeit nicht daran geglaubt unter den tiefen Eisschichten der Arktis Kraterformen und Hinweise auf Asteroideneinschläge zu finden. Es wurde vermutet, dass die Krater Grönlands schon lange durch die bedeckenden Eisschichten erodiert seien. Daher erfreuten die beiden Funde die NASA um so mehr.

2018 fanden NASA-Forscher den ersten Krater unter Grönlands Eisdecke.

Joe MacGregor, ein Glaziologe der NASA aus Maryland, der an beiden Funden in der Arktis beteiligt war, erzählte phys.org: „Wir haben die Erde auf viele verschiedene Arten untersucht. Von Land, aus der Luft und aus dem Weltall. Es ist aufregend, dass solche Entdeckungen immer noch möglich sind.“ Bei dem Fund 2019 waren es Satellitenbilder, die die NASA auf die Spur brachte.

Asteroideneinschlag: „Wie 45 Hiroshima Atombomben“

Auf Bildern aus dem All, erkannten die NASA-Former kreisrunde Strukturen im Eis der Arktis, die auf einen Krater hinwiesen. Die runde Form lässt zusätzlich auf dessen Entstehung schließen. Die NASA ist sich soweit sicher, dass der Krater durch einen Asteroideneinschlag entstand. Kurt Kjær, der Projektleiter der ersten Mission, erklärte gegenüber Inverse die Auswirkungen eines solchen Einschlags. 

Würde ein Asteroid der Größe, wie in der Arktis, heutzutage auf die Erde treffen hätte das verheerende Folgen.

Wenn sich dieses Ereignis heutzutage ereignen würde, hätte das dramatische Folgen. „Stellen Sie sich 12 Milliarden Tonnen Eisen vor, die auf die Erde prasseln“, veranschaulichte der Professor der Kopenhagen Universität das Szenario. „Allein die Energie, die beim Aufprall freiwürde, hätte die Kraft von 45 Hiroshima Atombomben“, bestätigte er die Dystopien der Science Fiction-Filme. „Noch 100 Kilometer entfernt gäbe es starke Erdbeben. Große Gebiete wären von heißem Gestein überzogen. Im Umkreis würde schlagartig alles Leben ausgelöscht.“ Die NASA übt für diesen Ernstfall, denn im Februar rasen zwei riesige Asteroiden auf die Erde zu.

Der Krater in der Arktis entstand vor etwa 79.000 Jahren

Eben dieses Szenario hat sich wohl vor knapp 79.000 Jahren in der Arktis abgespielt. Die NASA-Forscher sind sich größtenteils sicher, dass der 2019 entdeckte Krater ebenfalls einen asteroidischen Ursprung hat, so phys.org. Eine vulkanische Entstehung können die Forscher zwar nicht hundertprozentig ausschließen, jedoch liegen die Regionen, in denen Vulkanität in Grönland bekannt ist, hunderte Kilometer entfernt. 

Die Forscher der NASA können ebenfalls nicht ausschließen, dass sich die Eisschicht über dem Krater im Laufe der Jahre komplett ersetzt hat. Die Eisanalysen in der Arktis ergaben jedoch, dass das Eis über dem vermuteten Einschlagsgebiet 79.000 Jahre alt ist. Damit wäre dieser Krater älter als der 2018 entdeckte, seine Eisschicht älter und sein Krater stärker erodiert.

Daher vermutet die NASA, dass es sich trotz der geringen Entfernung um unabhängig entstandene Krater handelt. Diese seltene Entdeckung machten Forscher bereits in der Ukraine und Kanada. „Die Existenz eines dritten Paares [...] ist überraschend aber wir sehen es nicht als unwahrscheinlich an“, meinte der NASA-Wissenschaftler MacGregor gegenüber phys.org.

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