Münchner Studie zeigt: Walnüsse senken den Cholesterinspiegel

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Knackfrisch und sehr gesund: Naturbelassene Walnüsse enthalten viele Omega-3-Fettsäuren.

Nüsse enthalten viel Fett, sind also ungesund? So einfach ist das nicht: Nüsse sind zwar in der Tat kalorienreich.

Gesund sind sie trotzdem, wie Wissenschaftler um Prof. Klaus Parhofer von der Medizinischen Klinik und Poliklinik IV am Klinikum der Universität München bereits 2014 gezeigt haben. Schon damals fanden sie in einer Studie heraus, dass sie das „schlechte“ Non-HDL-Cholesterin (siehe Haupttext) im Schnitt um sieben Prozent senken. Der Grund: „Walnüsse enthalten viele Omega-3-Fettsäuren, die cholesterinsenkend wirken“, erklärt Parhofer.

In einer Folgestudie untersuchten die Forscher, ob dieser Effekt auch davon abhängt, was man nicht zu sich nimmt, wenn man Walnüsse isst. Die fast 200 Teilnehmer sollten dazu acht Wochen lang 43 Gramm Walnüsse pro Tag essen. Ein Teil von ihnen verzichtete dafür auf Kohlenhydrate, ein anderer Teil auf Fette. Die dritte Gruppe sparte an beidem. Das Ergebnis: „Egal, welche Diät die Probanden machten und unabhängig davon, wie genau sie die Empfehlungen umsetzten: Die Walnüsse machten den Unterschied“, sagt Parhofer. „Denn es zeigte sich in allen drei Gruppen eine ähnliche Cholesterinsenkung.“ Wer vorbeugen und seinen Gefäßen etwas Gutes tun will, darf also getrost zugreifen. Die Nüsse sollten dazu weder gesüßt noch gesalzen oder geröstet, sondern naturbelassen sein. Trotz der günstigen Wirkung können sie keine Medikamente ersetzen, die manche Patienten benötigen. Sie können aber Teil einer gesunden Ernährung sein.

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