SONNE, MOND UND STERNE

Ein Monat ohne Vollmond

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Der Februar wartet mit einer astronomischen Besonderheit auf: Es gibt keinen Vollmond.

Der Grund: Der Februar hat – außer in Schaltjahren – 28 Tage. Eine volle Lunation, also beispielsweise die Zeitspanne von Vollmond zu Vollmond, dauert hingegen 29 und einen halben Tag. Da es am 31. Januar mittags einen Vollmond gibt, folgt der nächste in der Nacht vom 1. auf 2. März. Der Februar geht somit leer aus. Letztmals blieb der Februar 1999 ohne Vollmond, das nächste Mal wird das 2037 der Fall sein.

In diesem Jahr tritt am 15. Februar um 22.05 Uhr die Neumondphase ein. Dabei bedeckt der dunkle Neumond die Sonne, es ereignet sich eine partielle Sonnenfinsternis. Sie bleibt von der gesamten Nordhalbkugel der Erde aus unbeobachtbar und ist nur in der Antarktis, im südlichen Eismeer und von der Südspitze Südamerikas aus zu sehen.

Der abendliche Sternenhimmel war in den letzten Monaten ohne helle, freisichtige Planeten. Dies ändert sich nun. Mitte Februar erscheint Venus auf der abendlichen Himmelsbühne. Anfang des Jahres hat sie die Seiten gewechselt und beginnt nun ihre Periode als Abendstern. Venus ist zwar nach Sonne und Mond das hellste Gestirn am Firmament. Vorläufig ist sie aber noch nicht auffällig. Ende Februar geht die Venus um 19 Uhr unter.

Die Wintersternbilder sind gegen zehn Uhr abends nach Westen gerückt, Orion und Sirius im Großen Hund sind im Südwesten zu sehen, der Stier mit dem rötlichen Aldebaran steht noch am Westhimmel. Steil über unseren Köpfen erblickt man die beiden Sternenketten der Zwillinge und nordwestlich von ihnen strahlt die helle, gelbliche Kapella im Fuhrmann.

Der Große Wagen schiebt sich im Nordosten höher, während die Kassiopeia, das Himmels-W, im Nordwesten herabsinkt. Im Südosten ist der Löwe erschienen. Als Leitsternbild des Frühlingshimmels kündigt er die kommende Jahreszeit an. Am 1. Februar zieht gegen 19 Uhr der fast volle Mond knapp nördlich an Regulus vorbei.

Zwischen den Zwillingen hoch im Süden und dem Löwen liegt der Krebs. Da sich keine hellen Sterne im Krebs befinden, fällt er kaum auf. Im Krebs liegt auch der offene Sternhaufen der Krippe, lateinisch Praesepe genannt. Die Pracht wird im Teleskop deutlich. Jupiter beherrscht als hellster Planet die zweite Nachthälfte. Der Riesenplanet wandert durch das Sternbild Waage und verlagert seine Aufgänge in die Zeit kurz nach Mitternacht. Am 1. geht der Ringplanet kurz vor 6 Uhr morgens auf, am 28. schon eine Viertelstunde nach 4 Uhr.

Mars baut seine Stellung am Morgenhimmel weiter aus. Der Rote Planet eilt durch den Skorpion und passiert am 1. den Stern Acrab und am 10. den Hauptstern des Skorpion 5 Grad nördlich.

Die Planetenparade Jupiter – Mars – Saturn, an der die dünner werdende Sichel des abnehmenden Mondes vom 8. bis 11. vorbeizieht, ist gegen 6 Uhr morgens über dem Südosthorizont zu sehen.

Die Sonne wandert entlang dem aufsteigenden Teil ihrer Jahresbahn. Sie nähert sich dem Himmelsäquator, den sie aber erst im März zu Frühlingsbeginn erreicht. Am 16. wechselt sie mittags aus dem Sternbild Steinbock in das Sternbild Wassermann. Zwei Tage später tritt sie am frühen Abend in das Tierkreiszeichen Fische. Die Mittagshöhe der Sonne nimmt um neun Grad zu, die Tageslänge wächst um eineinhalb Stunden. Hans Ulrich Keller

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