SONNE, MOND UND STERNE IM MÄRZ

Merkur ist gut sichtbar

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Von Ulrich Keller. Bereits in der Abenddämmerung leuchtet Venus im März als heller Lichtpunkt am Westhimmel auf.

Unser innerer Nachbarplanet setzt sich allmählich als Abendstern durch. Anfang des Monats geht Venus nach 19 Uhr unter, zu Monatsende sinkt sie wenige Minuten nach halb zehn Uhr Sommerzeit unter den Horizont. Am 18. sieht man neben Venus die Sichel des zunehmenden Mondes.

Der stets schwierig zu beobachtende Merkur bietet um die Monatsmitte die einzig günstige Abendsichtbarkeit des gesamten Jahres: Vom 8. bis 17. ist der flinke Planet leicht zu erspähen. Venus, die heller leuchtet, kann helfen, Merkur zu erkennen: Er hält sich ein wenig nördlich von Venus auf. Gegen 18.30 Uhr wird Merkur in der Dämmerung sichtbar. Eine Dreiviertelstunde später geht er unter. Bis 17. verspäten sich die Merkuruntergänge auf kurz nach 20 Uhr.

Jupiter im Sternbild Waage beherrscht als hellster Planet die zweite Nachthälfte. Anfang März geht der Riesenplanet eine halbe Stunde nach Mitternacht auf, zu Monatsende schon eine halbe Stunde vor Mitternacht. Wenn Jupiter im Südosten auftaucht, dominiert er mit seinem Glanz den Nachthimmel. Venus ist dann schon untergegangen.

Saturn baut seine Morgensichtbarkeit deutlich aus. Der Ringplanet wandert gemächlich durch das Sternbild Schütze. Kurz nach 4 Uhr morgens erscheint er auf der südöstlichen Himmelsbühne. Ende März geht er schon zwei Stunden früher auf.

Mars wird neben Jupiter und Saturn zu einem auffälligen Gestirn am Morgenhimmel. Der Rote Planet steigert seine Helligkeit und übertrifft damit Ende März noch Saturn. Am 11. wechselt Mars aus dem Schlangenträger in das Sternbild Schütze. Die Marsaufgänge verfrühen sich von 3 Uhr morgens Anfang März im Laufe des Monats um eineinhalb Stunden.

Mars verfolgt den langsamen Saturn und holt ihn am Ostermontag schließlich ein. Beide Gestirne stehen dann Anfang April nahe beieinander.

Während der vergangene Februar ohne Vollmond blieb, zeigt er sich im März wieder zweimal voll beleuchtet. In der Nacht vom 1. auf 2. steht der Vollmond im Sternbild Löwe, wobei er schon am 1. morgens den Königsstern Regulus passiert. Die exakte Vollmondphase wird um 1.51 Uhr erreicht. Am 31. steht der Erdtrabant um 14.37 Uhr Sommerzeit abermals in Vollmondposition. Am Abend sieht man den Ostervollmond im Sternbild der Jungfrau. Neumond tritt am 17. um 14.12 Uhr ein.

Mit 404 680 Kilometern Distanz hält sich der Mond am 11. März in Erdferne auf, während er sich am 26. abends mit 369 110 Kilometer in Erdnähe befindet. In der Nacht vom 22. auf 23. wendet der zunehmende Mond vor dem Regengestirn, bekannt als Sternhaufen der Hyaden, vorbei. Eine halbe Stunde nach Mitternacht bedeckt er den hellen, orangen Aldebaran, Hauptstern des Stieres.

Die Sonne tritt am 12. nachmittags in das Sternbild Fische. Am 20. um 17.15 Uhr überquert sie den Himmelsäquator und wechselt auf die Nordhalbkugel des Firmaments. Damit beginnt der astronomische Frühling, die Tagundnachtgleiche setzt ein.

Am Sonntag, 25. März, sind die Uhren um 2 Uhr morgens um eine Stunde vorzustellen – die Sommerzeit beginnt.

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