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Klare Abgrenzung

„Spare“: Der provokante Titel von Prinz Harrys Memorien richtet sich gegen Prinz William

  • Annemarie Göbbel
    VonAnnemarie Göbbel
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Prinz Harry lässt endlich die Katze aus dem Sack und zeigt Titel und Cover seiner lang erwarteten Memoiren. Tags zuvor war mit dem 10. Januar der Erscheinungstermin durchgesickert. Die Botschaft hinter „Spare“ ist an seinen Bruder gerichtet.

London – Der 10. Januar wird kein schöner Tag für die Windsors um den britischen König Charles III. (73) werden. Prinz Harry hat sich nach endlosem Hin und Her durchgerungen, seine vollmundig angekündigten Memoiren auch zu veröffentlichen. Der Buchtitel ist für Marketingexperten schon mal ein Volltreffer. „Spare“ zeige laut Dailymail, dass Harry „alles andere als“ der zweite Mann nach Prinz William (40) ist. Mit dem „ungeschliffenen“ Cover zeige Harry außerdem in aller Kürze, dass er „viel durchgemacht hat“, so ein Experte.

Experten interpretieren Harrys Titel als „auf Mission befindlich, seine Wahrheit zu erzählen“

Die Autobiografie trage den Titel „Spare“, teilte der Verlag Penguin Random House in London mit. Das Wort lässt sich unter anderem mit „Überflüssig“ oder „Ersatzteil“ übersetzen. „Wir freuen uns, die bemerkenswert persönliche und emotional kraftvolle Geschichte von Prinz Harry, dem Herzog von Sussex, ankündigen zu können“, so der Verlag in seinem heiß erwarteten Tweet.

Der auffällige Titel ist eine Anspielung auf Harrys Spitznamen als „Ersatzprinz“ – im Gegensatz zu seinem Bruder Prinz William, dem „Erben“. In der spanischen Version macht der Untertitel „En La Sombra“ (dt. „Im Schatten“) den Unterschied noch deutlicher. Doch entscheidend ist der Inhalt: „Die Konsequenzen werden weitreichend sein und können sehr zerstörerisch sein“, gab der königliche Autor Richard Fitzwilliams (73) seine Einschätzung in Dailymail.

Damit müssen die Royals rechnen

Anfang des Monats hatte Tom Bower, der das Buch „Revenge: Meghan, Harry und der Krieg zwischen den Windsors“ geschrieben hat, gegenüber Page Six, dass Harrys Verwandte wegen „Spare“, das er als „Zeitbombe“ bezeichnete, „sehr nervös“ seien.

Es wurde auch berichtet, dass Charles Harry von seiner Krönung ausschließen will, wenn das Buch des Herzogs kritisch gegenüber Königsgemahlin Camilla ist.

„Es ist eine Sache, wenn Harry Charles angreift; er kann es verkraften. Aber wenn Harry ihn zwingt, sich zu entscheiden, indem er Camilla in seinem Buch angreift, wird er sich zweifellos für Camilla entscheiden“, sagte eine Quelle kürzlich bei Daily Beast und fügte hinzu, dass der neue Monarch seine zweite Frau „beschützen“ wolle.

Die Verleger des Buches, das am 10. Januar erscheinen soll, ließen durchblicken, dass Harry nicht vor sensiblen Themen zurückschrecken werde. Dazu soll auch die Entscheidung der Familie gehören, ihn und William zu ermutigen, hinter dem Sarg ihrer Mutter Prinzessin Diana (36, 1997)zu gehen

Prinz Harry hat seine Familie nicht im Vorfeld über den Titel in Kenntnis gesetzt

Prinz Harrys Buchtitel wird von Marketing-Experten gelobt, für die Windsors und besonders seinen Bruder Prinz William den „Heir“ (dt. Erben), auf den „Spare“ (dt. „Ersatz“) wird der Lesegenuss vermutlich eher toxisch sein (Fotomontage).

So zögerlich der Verlauf seit der Ankündigung und den plötzlich Rückzugmeldungen nach dem Tod von Harrys Großmutter Queen Elizabeth II. (96, † 2022) auch gewesen sein mag, Harrys Blick auf dem Cover lässt nicht viel Gnade erwarten. Es wird angenommen, dass das Königshaus bereits gewarnt wurde, das Buch sei „kritisch gegenüber jedem und allem“. Harry hat seine Familie auch nicht vor dem gestrigen Tag über den „kontroversen“ und „provokativen“ Titel informiert

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Angeblich erhielt der Herzog von Sussex einen Vorschuss von 20 Millionen Dollar (knappe 20.1 Millionen Euro), davon gehen 1,5 Millionen Dollar l(1,507 Millionen Euro) laut Penguin Random House an die Kinderhilfsorganisation Sentebale und 300.000 Pfund (347.548 Euro) an WellChild eine Wohltätigkeitsorganisation für behinderte Kinder, deren Schirmherr Harry ist. Während der Herzog für den Rest dicke Geschenke für seine Kinder Archie (3) und Lilibet (1) an Weihnachten kaufen kann, dürfte das Weihnachtsfest bei den Windsors von der Trauer um die Queen und der Nervosität vor Harrys Abrechnung überschattet sein. Verwendete Quellen: dailymail.co.uk, thedailybeast.com, Twitter @penguinrendom

Rubriklistenbild: © picture alliance/dpa/Random House Group/AP & Kirsty O‘connor/dpa

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