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Gleich und gleicher?

„Tritt in die Magengrube“: Queen-Mitarbeiter wütend über „Promi-Bonus“ am Sarg

  • Annemarie Göbbel
    VonAnnemarie Göbbel
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Mitarbeiter Queen Elizabeths II. sind wütend, dass Promis und Abgeordnete in der Schlange vorgelassen wurden, um den Sarg vor der Beerdigung zu sehen.

London – Seit Mittwoch warteten Menschmassen geduldig Stunde um Stunde in endlosen Warteschlangen darauf, persönlich Abschied von der in der Westminster Hall aufgebahrten Queen Elizabeths II. (96, † 2022) zu nehmen. Viele loyale Mitglieder des Königshauses hatten keine Gelegenheit dazu, obwohl sie teils eigens von Landsitzen der Queen aus Norfolk oder Schottland angereist waren.

Mitarbeiter beklagen, dass Abgeordnete und Prominente vorgelassen wurden

Es sei ein „Tritt in die Magengrube“, dass Abgeordneten vor der Warteschlange Vortritt gewährt wurde, heißt es nun bei „Dailymail“. Etwa 650 Abgeordneten hätten sich die 14-stündige öffentliche Warteschlange erspart, ebenso auch Mitglieder des House of Lords. Namentlich nannte das Blatt Jacob Rees-Mogg (53), der in Begleitung seiner Kinder gesehen wurde, die ehemalige Premierministerin Theresa May (65) und der stellvertretende Labour-Chefin Angela Rayner (42).

Ex-Fußballer David Beckham erntete Sympathie-Punkte, weil er sich mit Tausenden anderen in die Warteschlange zum Sarg Queen Elizabeths II. gestellt hatte (Fotomontage).

Aus königlichen Kreisen hieß es jedoch, dass die mehr als 1.200 königlichen Mitarbeiter, die für die Königin gearbeitet haben und auch nach ihrem Tod im Dienst waren, die Möglichkeit, ihr die letzte Ehre zu erweisen, zu schätzen gewusst hätten. Das Unterhaus gab eine Erklärung heraus, die der Öffentlichkeit den Vorrang einräumte: „Es ist nicht möglich, einen weiteren Zugang [für Mitarbeiter] zu öffnen, ohne das Risiko einzugehen, dass der Zugang für die in der Schlange stehenden Bürger beeinträchtigt wird.

Prominente Briten wie David Beckham stellten sich ohne Weiteres in die Reihe

Das hinterlässt einen faden Beigeschmack, da auch Stars wie der ehemalige Fußballspieler David Beckham (47) sich ohne Weiteres für zwölf Stunden in die Schlange eingereiht hatten. Bedenkt man, dass zudem viele Mitarbeiter der Queen nun von Entlassungen bedroht sind, hätte man ihnen die letzte Ehrerbietung ermöglichen sollen, finden Royal-Fans. Ebenfalls für Unmut sorgte die Sichtung der ITV-Moderatoren Holly Willoughby (41) und Phillip Schofield (60) in der Aufbahrungshalle der Queen.

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Die Unruhe legte sich erst, als sich herausstellte, dass die beiden trotz schwarzer Kleidung und düsterer Mienen nicht privat teilgenommen hatte, sondern zur Berichterstattung mit offizieller Akkreditierung zugegen waren. „Sie haben sich nicht vorgedrängelt, hatten keinen VIP-Zugang und sind auch nicht an der Königin vorbeigelaufen, sondern waren in professioneller Funktion als Teil der Weltpresse vor Ort, um über das Ereignis zu berichten“, hieß es bei der BBC. Die Aufbahrungszeit ging ohne große Zwischenfälle zu Ende und der Sarg der Queen wurde wie vorgesehen vom Parlament in die Westminster Abbey gebracht. Verwendete Quellen: dailymail.co.uk, bbc.com/news, Instagram @theroyalfamily

Rubriklistenbild: © Elena Giuliano/dpa & Yui Mok/dpa

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