Kristina Vogel

Olympiasiegerin schießt gegen die Deutsche Bahn: „Das finde ich frech“ 

Deutsche Bahn lässt Olympiasiegerin Kristina Vogel am Bahnhof sitzen.
+
Deutsche Bahn lässt Olympiasiegerin Kristina Vogel am Bahnhof sitzen.

Seit einem Unfall ist Kristina Vogel auf einen Rollstuhl angewiesen. Eine Fahrt mit der Deutschen Bahn wird für sie zu einem tragischen Erlebnis. „Das finde ich frech!“

Frankfurt - Die zweimalige Rad-Olympiasiegerin Kristina Vogel sitzt nach einem Trainingsunfall im Juni 2018 im Rollstuhl. Jetzt ist sie sauer auf die Deutsche Bahn: Die 28-Jährige hatte sich für eine Fahrt am Samstag, 25. Mai, von Erfurt zum Frankfurter Flughafen bei der Deutschen Bahn angemeldet und um Personal gebeten, das ihr aus dem Zug helfen sollte. Man habe ihr dann gesagt, sie solle bis zum Hauptbahnhof fahren, „da man keine Leute am Flughafen-Bahnhof habe“, erzählt sie im Gespräch mit Bild.

Als Vogel dann am Hauptbahnhof Frankfurt ankam, war sie entsetzt: Denn niemand war da, um ihr zu helfen. „Das finde ich frech. Das darf nicht sein“, schimpfte Vogel im Bild-Interview anschließend über die Deutsche Bahn.

Im September 2018 äußerte sich Kristin Vogel, noch deutlich verletzlich, zu ihrem Unfall.

Deutsche Bahn lässt Olympiasiegerin Kristina Vogel am Bahnhof sitzen

Auch auf Instagram machte sie ihrer Wut Luft und postete eine Story zu dem Vorfall. Bild .de hat Screenshots aus dem Posting veröffentlicht. Im Interview fordert die Olympiasiegerin später Besserung von dem Unternehmen: „Auch dass ich nicht da aussteigen kann, wo ich will, darf nicht sein“, wird Vogel zitiert. Insgesamt müsse sich die Deutsche Bahn besser um Menschen mit Behinderung kümmern. Den Vorfall habe sie in dem sozialen Netzwerk gepostet, um Aufmerksamkeit zu schaffen.  

Auf Bild-Anfrage bezüglich des Vorfalls teilte die Deutsche Bahn mit: „Wir versuchen, mit den Kollegen der Mobilitätsservice-Zentrale diesen Vorfall nachzuvollziehen. In jedem Fall tut es uns leid, dass Frau Vogel ein unschönes Bahnerlebnis hatte.“ Vogel selbst war auf die Hilfe von zwei Fremden angewiesen, die ihr am Frankfurter Hauptbahnhof aus dem Zug halfen. 

Die querschnittsgelähmte Radsport-Olympiasiegerin Kristina Vogel hatte sich im September 2018 erstmals zu ihrem Unfall geäußert. Von der Anteilnahme an ihrem Schicksal hatte sie sich überwältigt gezeigt. Im Januar 2019 hatte sie auch eine Instagram-Story zu Missständen für behinderte Menschen am Frankfurter Flughafen gepostet. 

Kommentare