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Netz lacht sich über diesen „Teerminator“ kaputt: Klima-Kleber von Straße geflext

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Von: Markus Zwigl

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Seit dem Sommer machen Klimaaktivisten des Netzwerks „Letzte Generation“ mit drastischen Aktionen Schlagzeilen: Sie beschütten Kunstwerke in Museen etwa mit Tomatensoße und kleben sich auf Straßen fest. Immer mit dem Ziel, für Aufsehen zu sorgen und auf den aus ihren Augen fehlenden Klimaschutz aufmerksam zu machen. Ein besonders engagierter Klima-Aktivist hat am vergangenen Freitag für ein Novum gesorgt.

Mainz - Sie kleben sich auf Straßen und auf Geländen von Flughäfen fest, nicht nur in Berlin legten sie dabei einmal stundenlang den Betrieb lahm. Manche halten die Alarmstimmung und die radikale Vorgehensweisen von Klim-Klebern für gerechtfertigt, aber es gibt auch viel Kritik an den Aktionen. „Gewalt als Mittel der politischen Auseinandersetzungen hat in der Demokratie nichts verloren“, sagte kürzlich Bundesjustizminister Marco Buschmann.

„Kleben und kleben lassen“

Nach den jüngsten Protestaktionen von Klimaaktivisten hat auch CSU-Chef Markus Söder seine scharfe Kritik an den Beteiligten erneuert. „Normalerweise würde ich sagen, in Bayern gilt: Leben und leben lassen, kleben und kleben lassen“, sagte Söder am Freitag nach einer CSU-Vorstandssitzung in München. Aber leider sei das nicht so einfach - das hätten auch die Ereignisse am Vortag gezeigt. „Das ist alles mit großen Gefahren verbunden, für Sicherheit, auch für Leib und Leben“, warnte der Ministerpräsident.

Unglaubliche Aktion in Mainz

Nicht nur in Bayern versuchen die Aktivisten ihren Standpunkt zu vertreten. So ebenfalls am vergangenen Freitag (9. Dezember) in Mainz. Vier Aktivisten hatten sich laut Medienberichten gegen 8.15 Uhr im Bereich der Mainzer Alicenbrücke, einer Hauptverkehrsachse im Berufsverkehr, festgeklebt. Zwei weitere Aktivisten hätten vom Ankleben abgesehen, um im Notfall eine Rettungsgasse bilden zu können.

Ein Aktivist zeigte sich hier dafür besonders motiviert und benutzte eine spezielle Klebstoffvariante: Angeblich eine Mischung aus Sand und Sekundenkleber - und das hatte verheerende Folgen. Denn die Polizisten und Beamten schafften es nicht, die Hand des Mannes mit den üblichen Methoden von der Straße zu bekommen. Herkömmliche Lösemittel zeigten offenbar keine Wirkung. So griffen Bauarbeiter kurzerhand zu ihrer Flex. In der Folge konnte der Asphalt rund um die Hand mit einem Bohrhammer von der Straße gelöst werden.

Die Straße wurde anschließend umgehend repariert und für den Verkehr wieder freigegeben werden. Der Klima-Aktivist hingegen konnte ein kleines Andenken mit nach Hause nehmen. Denn der Straßenbelag klebte weiterhin an seinen Fingern, wie mehrere Fotos beweisen. Wie der „SWR“ berichtet, werde derzeit noch geprüft, ob den Klima-Klebern der entstandene Schaden in Rechnung gestellt würde

Im Netz überschlagen sich weiterhin die Kommentare. „Oh, jetzt auch Diebstahl von Straßenbelag. Na, ist ja für einen guten Zweck“, schriebt zum Beispiel ein User, ein andere gibt dem Aktivisten einen neuen Spitznamen: „Der Teerminator“. Andere finden noch deutlich heftigere Worte, die wenigsten finden Lob für die mutige Aktion.

Klimaaktivisten legen Münchner Flughafen lahm

Bereits am Donnerstag hatten Klimaaktivisten die nördliche Start- und Landebahn des Münchner Flughafens für 45 Minuten blockiert. Vier Mitglieder der Gruppe „Letzte Generation“ hatten am Morgen ein Loch in einen Zaun geschnitten und sich auf einem Rollfeld festgeklebt. Die Blockade der Südbahn durch drei andere Aktivisten konnte die Polizei nach Angaben von Innenminister Joachim Herrmann (CSU) verhindern. Eine Folge der Aktion war demnach, dass ein Flugzeug mit einem Notfall-Patienten erst mit 20 Minuten Verspätung landen konnte.

mz

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