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Krieg, Corona, Inflation

Lebensmittel immer teurer! Preisanstieg innerhalb einer Woche bis zu 60 Prozent

Lebensmittel liegen in einem Einkaufswagen.
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Die Preise für Lebensmittel sind diese Woche weiter gestiegen. . (Symbolbild)
  • Markus Zwigl
    VonMarkus Zwigl
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Die Inflation eilt weiter von Rekord zu Rekord: Im April mussten Verbraucher für Energieprodukte und Nahrungsmittel erneut deutlich tiefer in die Tasche greifen, insgesamt lag die Inflation im Vorjahresvergleich laut Statistischem Bundesamt voraussichtlich bei 7,4 Prozent. Das ist der höchste Wert seit 40 Jahren. Und es ist kein Ende in Sicht. Die Preise für Lebensmittel sind diese Woche weiter gestiegen.

Der Anstieg der Nahrungsmittelpreise nimmt kontinuierlich zu: Im April wurden Obst, Gemüse, Fleisch oder Getränke den Angaben des Statistischen Bundesamtes zufolge um 8,5 Prozent teurer, im März hatte die Rate bei 6,2 Prozent gelegen. Fast täglich ändern sich die Preise und Supermärkte und Discounter reagieren auf die Inflation.

Ähnlich hoch wie im April war die Inflationsrate zuletzt im Herbst 1981, als infolge des Ersten Golfkriegs zwischen dem Irak und dem Iran die Mineralölpreise ebenfalls stark gestiegen waren. Grund für den starken Anstieg der Energiepreise ist der Behörde zufolge vor allem der Ukraine-Krieg - in der Folge steigen auch die Preise für viele andere Güter. Dazu kommen Engpässe durch unterbrochene Lieferketten aufgrund der Corona-Pandemie und die deutlichen Preisanstiege auf den vorgelagerten Wirtschaftsstufen.

Alle Filialen betroffen

Betroffen sind alle Filialen von Aldi Süd, Aldi Nord, Lidl, Penny, Rewe, Edeka, Kaufland, Hit und andere. Laut focus.de kletterte zum Beispiel der Butter-Preis Anfang der Woche bei vielen Marken-Herstellern auf über drei Euro. Der Kilopreis liegt demnach aktuell bei 12 Euro. Einzelne Marken verbuchten ein Preis-Plus von satten 17 Prozent innerhalb einer Woche.

Ähnlich krass sieht es bei Milch aus. Den Liter Milch der Markenhersteller Weihenstephan, Bärenmarke und Landliebe gibt es jetzt nicht mehr unter 1,50 Euro. Hier lag die Obergrenze vergangene Woche noch bei 1,29 Euro, wie focus.de berichtet. Der Preis kletterte also innerhalb der vergangenen Tage um etwa 16 Prozent.

Und auch die Preise für Paniermehl und Senf steigen unaufhaltsam. Flächendeckend kostet die Packungen Paniermehl laut focus.de seit Donnerstag 10 Cent mehr. Ein Glas Senf der Rewe-Eigenmarke „ja“ verbucht sogar eine Preissteigerung von 60 Prozent - von 29 auf 49 Cent. Auch Aldi Nord, Aldi Süd, Penny, Lidl und Netto Marken-Discount verteuerte die günstigen Senf-Eigenmarken um gut 20 Cent.

Kein Ende in Sicht

Laut aktueller Umfrage des ifo-Instituts ist auch noch kein Ende in Sicht. Demnach will ein Großteil der Unternehmen in Deutschland in den kommenden drei Monaten die Preise erhöhen. Auch das Kiel Institut für Weltwirtschaft erklärte, eine nachhaltige Entspannung bei den Verbraucherpreisen sei „vorerst nicht in Sicht“. Die Forscher verwiesen vor allem auf die Erzeugerpreise, die im März mehr als 30 Prozent über dem Vorjahreswert gelegen hatten. Diese Anstiege würden „von den Unternehmen erst nach und nach an die Verbraucher weitergereicht“ und hielten so die Inflation „für längere Zeit“ hoch.

mz

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