Im Landkreis: Furcht vor der Geflügelpest

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- Landkreis (la) - Die Lage spitzt sich zu. Aus Furcht vor der Einschleppung der Geflügelpest (Vogelgrippe) richteten gestern Landrat Dr. Max Gimple und der Leiter des Staatlichen Veterinäramts, Dr. Ulrich Wilhelm, einen dringenden Appell an die Bevölkerung.

Die seit längerer Zeit in weiten Teilen Asiens und Russlands grassierende Geflügelpest ist - wie mehrfach berichtet - mittlerweile bis in den europäischen Teil der Türkei vorgedrungen. Die Seuche wird durch ein Virus ausgelöst und kann in Geflügelhaltungen, unabhängig von deren Größe, zu Totalverlusten führen.

Für den Landrat und den Chef des Staatlichen Veterinäramts war dies der Anlass, noch einmal dringend an alle Beteiligten zu appellieren, die notwendigen Sicherheitsvorkehrungen zu treffen, wobei dies nicht nur für die heimischen Züchter gilt, sondern auch für alle Auslandsreisenden.

Die wirtschaftlichen Schäden der Vogelgrippe seien, ganz abgesehen von der gesundheitlichen Gefährdung, die nach den Todesfällen in der Türkei ebenso latent ist, enorm. Es müsse deshalb - so Landrat und Veterinäramtsleiter - alles unternommen werden, um eine Einschleppung der Geflügelpest zu verhindern.

Dr. Wilhelm: "Das Geflügelpestvirus wird nicht nur durch infizierte Vögel weiterverbreitet, sondern kann auch durch Produkte wie Eier und Geflügelfleisch, Kleider, Schuhe und andere Gegenstände aus infizierten Gebieten übertragen werden." Somit sei eine Einschleppung im Reiseverkehr durchaus möglich.

Dr. Gimple und Dr. Wilhelm appellieren deshalb an alle Reisenden nach Asien, Russland und in die Türkei, Tierkontakte, wie beispielsweise auf Geflügelmärkten, unbedingt zu vermeiden. Sie weisen außerdem darauf hin, dass die Einfuhr von Geflügel oder anderen Vögeln, von Geflügelfleisch, Eiern oder Geflügelprodukten sowie von Jagdtrophäen aus diesen Gebieten verboten ist. An den Grenzkontrollstellen werde streng kontrolliert. Verstöße gegen das Einfuhrverbot würden auch geahndet.

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