NACHWUCHSSCHAUSPIELER DANIEL DONSKOY EROBERT DEN BILDSCHIRM – ALS RTL-PFARRER UND IM „TATORT“

Zwischen Himmel und Hölle

Von Astrid Kistner. Es knisterte gewaltig im gestrigen „Tatort“.

Schuld daran war Nachwuchsstar Daniel Donskoy, der als ebenso attraktiver wie undurchsichtiger Single Andreas Koch Kommissarin Gorniak (Karin Hanczewski) den Kopf verdrehte. „Eine Traumrolle“, schwärmt der 28-jährige Schauspieler, der sich binnen kürzester Zeit aus der Londoner Theaterszene auf die deutschen Bildschirme katapultiert hat. Seine erste Serienrolle in der RTL-Reihe „Sankt Maik“ brachte ihm den Durchbruch. Als smarter Trickbetrüger mit Soutane bekam er heuer sogar eine Nominierung beim Bayerischen Fernsehpreis. Die Dreharbeiten zu Staffel zwei der beliebten Serie starten bereits am 10. Juli.

„Manchmal habe ich Angst, dass ich aufwache und alles nur geträumt habe“, sagt Donskoy über seinen rasanten Aufstieg. Die mörderisch spannende Rolle im „Tatort“ war für ihn wie ein Ritterschlag. „Die Krimireihe ist einfach die Königsklasse im deutschen Fernsehen.“ Eine, in der sich Donskoy als narzisstischer Mörder sehr souverän bewegte. Die Liebes- und Flirtszenen mit Kollegin Karin Hanczewski – höchst erotisch. Obwohl Donskoy selbst Single ist, hält er von Online-Dates, wie sie im Krimi eine Rolle spielen, nicht besonders viel. „Ich nutze Social Media beruflich, aber wenn’s ums Kennenlernen geht, ziehe ich immer noch den Flirt von Angesicht zu Angesicht vor“, verrät der Schauspieler unserer Zeitung.

In Moskau geboren, in Berlin aufgewachsen, in Tel Aviv pubertiert und in London zum Schauspieler ausgebildet. Daniel Donskoy schaut in seinen jungen Jahren auf ein bewegtes Leben zurück. Achtmal hat er als Teenager die Schule gewechselt. „Und ich habe es damals gehasst. Aber diese Zeit hat mich in der Rückschau auch enorm positiv geprägt. Ich habe gelernt, immer wieder aufzustehen, wenn ich am Boden war.“

Vier Sprachen spricht er fließend. Das Klavierspielen hat er von der Oma, Schach vom Opa gelernt. Auch die Gitarre ist immer mit dabei, wenn Daniel Donskoy für seine Dreharbeiten quer durch Deutschland reist. „Musik ist für mich die perfekte Entspannung. Ich spiele oft noch vor dem Einschlafen Gitarre.“ Ansonsten reist der Schauspieler mit dem gewinnenden Lächeln mit leichtem Gepäck. „Zwei Koffer – viel mehr besitze ich nicht. Mit jedem Jahr, dass ich älter geworden bin, habe ich Ballast abgeworfen“, erklärt er im Gespräch.

Wenn’s nach ihm geht, könnte es so weiter gehen. Deutschlands Casting-Agenturen haben den sympathischen Schauspieler jedenfalls auf ihren Besetzungslisten ganz oben stehen. Laut „Bild am Sonntag“ soll Donskoy demnächst dauerhaft beim „Tatort“ einsteigen: Kommissarin Charlotte Lindholm (Maria Furtwängler) bekommt ihn als neuen Gerichtsmediziner zur Seite gestellt. Und auch sie wird in ihrem neuesten Fall „Geboren, um zu sterben“ dem Charme des charismatischen Kollegen erliegen.

Donskoy selbst ist mehr Psychothriller- als Krimifan. „Ich mag es vielschichtig. Und wenn’s die Geschichte beflügelt, ist auch eine gute Prise Erotik erlaubt.“ Dass er die mühelos auf den Bildschirm zaubern kann, wird Daniel Donskoy sicher auch in Zukunft noch öfter beweisen können.

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