DAS MUSIKFESTIVAL ROCKAVARIA FINDET MIT REDUZIERTEM UMFANG IM JUNI 2018 AUF DEM MÜNCHNER KÖNIGSPLATZ STATT

Zugabe in der Innenstadt

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von michael schleicher. Rockavaria kehrt 2018 zurück.

Nachdem das Münchner Musikfestival heuer ausfiel (wir berichteten), wagen die Verantwortlichen im Juni kommenden Jahres einen neuen Anlauf an einem neuen Ort. Statt im Olympiapark spielen die Bands auf dem Münchner Königsplatz. Die zweite Neuerung: Statt an drei Tagen findet Rockavaria nun am Wochenende des 9. und 10. Juni statt. Reduziert wurde zudem der Programmumfang. Geplant sind Auftritte von zehn Bands täglich.

Das Festival fand 2015 zum ersten Mal im Münchner Olympiapark statt, im Jahr darauf folgte eine abgespeckte Version ohne die Olympiahalle als Veranstaltungsort. Nach langem Hin und Her sagten die Verantwortlichen das Festival dann für dieses Jahr ab – machten im Gespräch mit unserer Zeitung jedoch auch klar, sich mit dieser Entscheidung nicht endgültig von Rockavaria verabschieden zu wollen.

„Unser Konzept eines urbanen Rockfestivals wurde in der Vergangenheit vom Publikum sehr gut angenommen. Das hat uns ermutigt, Rockavaria weiterzuentwickeln und mitten in die Stadt umzuziehen“, erklärt Andrea Blahetek-Hauzenberger, Geschäftsführerin des Veranstalters Global Concerts. „Die zentrale Lage und das Flair des Königsplatzes sind einmalig, und das ist es auch, was wir unseren Gästen neben einem spannenden Line-up und neben hohem Komfort bieten möchten.“

Um diesem Anspruch gerecht zu werden, soll das Festivalgelände zwei Bühnen beherbergen: Die Hauptbühne, die sogenannte „King’s Stage“, wird gegenüber den Propyläen aufgebaut. Bislang ist es bei Konzerten am Königsplatz so, dass die Musiker vor dem Klenze-Bau auftreten – bei Rockavaria werden die Fans diesem den Rücken zukehren und Richtung Obelisk am Karolinenplatz blicken. Die zweite, kleinere Bühne steht im Park hinter der Glyptothek. Vor dieser sogenannten „Green Stage“ haben knapp 3000 Fans Platz.

„Wir wollten das Festival bewusst anders konzipieren. Noch zentraler, mehr Fokus auf eine besondere Location mit Atmosphäre und etwas kompakter“, lässt Christian Diekmann, Geschäftsführer von Global Concerts und Vorstand der Deutschen Entertainment AG (Deag) mitteilen. „In diesem Sinne ist der Königsplatz maßgeschneidert, und die neue Ausgabe von Rockavaria wird für 40 000 Rockfans ein großes Fest!“

Wie bislang bei Rockavaria und anderen innerstädtischen Festivals üblich, wird es für die Besucher keine Gelegenheit zum Campen geben. Allerdings versprechen die Veranstalter „Biergartenbereiche“ sowie „großzügige Flächen zum Chillen“. Insgesamt finden auf dem Gelände, das sehr gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen ist, täglich bis zu 20 000 Besucher Platz.

Welche Bands im kommenden Juni auf dem Königsplatz spielen werden, ist noch nicht bekannt. Rockavaria hat jedoch seit seiner Festivalpremiere 2015 einen deutlichen Fokus auf Heavy Metal und Rockmusik gelegt – auch um sich von Konkurrenzveranstaltungen abzuheben. Zudem gelten München und das Umland in Veranstalterkreisen als Rockmusik-affin. Nichts deutet darauf hin, dass die Veranstalter von dieser Ausrichtung abrücken. Möglich, dass sie, um bei der Premiere am Königsplatz Erfolg zu haben, einen Schritt Richtung Mainstream gehen. Am Freitag gibt es die ersten Bandnamen, dann ist auch klar, was die Karten kosten.

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