ALICE MERTON GIBT IM MÜNCHNER FREIHEIZ EIN „BEINAHE-HEIMSPIEL“

Von New York nach Ottobrunn

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von jörg heinrich. Dass bei Frauen namens Alice gerne mal der Möbelwagen vor der Tür steht, wissen Schlagerfreunde seit mehr als vierzig Jahren.

Doch Alice Merton setzt hier ganz neue Maßstäbe: Elf Umzüge rund um die Welt – unter anderem von Frankfurt über New York, Kanada und Deutschland nach England. Zwischendurch verschlug es die Tochter einer Deutschen und eines Iren fünf Jahre nach Ottobrunn. Beim Weihnachtssingen „Engelsstimmen“ unserer Zeitung stand die kleine Alice zum ersten Mal auf der Bühne, unter den Fittichen von Advents-Zampano Enrico de Paruta.

Mittlerweile hat es die heute 24-Jährige von den Engelsstimmen in die Billboard-Charts geschafft und trat nun wieder in München auf. Im gut gefüllten Freiheiz stellte die Pop-Hoffnung die Songs ihres anstehenden ersten Albums vor. Am meisten wird natürlich „No Roots“ gefeiert, der Welthit, der ihr passiert ist und der in den USA gerade in zwei Ranglisten auf Platz eins liegt, darunter in den „Rock Airplay Charts“.

Aber auch vom Superhit abgesehen, legte die quirlige Alice mit ihrer Band ein glänzendes „Beinahe-Heimspiel“ hin. Ihr selbstgeschriebener und wuchtiger Power-Pop erinnert an Florence and the Machine oder an die frühen Blondie. Deutsch mag Alice im Freiheiz nicht sprechen, nur einmal lobt sie ihre fleißig hüpfenden Fans: „Ich finde, das habt ihr echt gut gemacht.“ Neue Titel wie „Holes“ oder die Piano-Ballade „Back to Berlin“ machen Lust aufs Album. Von Enrico de Paruta in die Show von US-Latenight-Talker Jimmy Fallon – diese hochbegabte Alice wird noch viel rumkommen und den einen oder anderen Möbelwagen brauchen.

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