Worum geht es beim Urheberrecht?

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Das Urheberrecht bezieht sich auf „persönliche geistige Schöpfungen“ der Literatur, Wissenschaft, Musik und Kunst. Es soll deren Urheber „in seinen geistigen und persönlichen Beziehungen zum Werk und in der Nutzung des Werkes“ schützen und ihm eine „angemessene Vergütung“ sicherstellen.

Bei Streitigkeiten wie hier zwischen dem Residenztheater und dem Suhrkamp Verlag beziehen sich die Kläger oft auf den Paragrafen 14, in dem es heißt: „Der Urheber hat das Recht, eine Entstellung oder eine andere Beeinträchtigung seines Werkes zu verbieten, die geeignet ist, seine berechtigten geistigen oder persönlichen Interessen am Werk zu gefährden.“

In der Europäischen Union und der Schweiz besteht das Urheberrecht, bis das 70. Todesjahr des Urhebers abgelaufen ist („post mortem auctoris“). Das bedeutet im Fall des Dramatikers Bertolt Brecht, dessen Todestag sich am 14. August 2026 zum 70. Mal jährt, dass das Urheberrecht am 1. Januar 2027 erlischt. Ab diesem Tag ist Brechts Werk „gemeinfrei“ und kann somit zu jedem beliebigen Zweck verwendet werden, ohne dass es einer Genehmigung bedarf oder Kosten anfallen. johanna popp

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