Und wieder spielt er den Weihnachtsmann

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Will Weihnachten „in friedlicher Absicht“ feiern: Fritz Wepper, hier mit Janina Hartwig als Schwester Hanna im „Um Himmels Willen“-Weihnachtsfilm mit dem Titel „Das Wunder von Fatima“. Foto: ARD

Serien . Am 1.

Feiertag zeigt die ARD ein weiteres Spezial von „Um Himmels Willen“ mit Janina Hartwig und Fritz Wepper

Von Katja Kraft

Fritz Wepper hat noch lange nicht genug. Sein Vorbild – „Methusalem“. „Ich hab’ so viel Spaß an der Figur des Bürgermeisters Wolfgang Wöller, da denke ich noch nicht ans Aufhören“, sagt der 73-Jährige beim vorweihnachtlichen Pressegespräch in einem Münchner Restaurant. Grund zum Feiern haben Sender und Fans gleich dreifach. Auch heuer gibt’s wieder ein Weihnachtsspecial der beliebten Serie „Um Himmels Willen“, im Januar startet die 14. Staffel – und die ARD gibt grünes Licht für weitere Folgen. Denn auch danach soll es weitergehen mit der Dauerfehde zwischen den Nonnen von Kloster Kaltenthal und dem Bürgermeister weitergehen.

Nun aber erst einmal die Weihnachtsausgabe. „Das Wunder von Fatima“ heißt die neunzigminütige Sonderfolge, die am 1. Weihnachtsfeiertag um 20.15 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird. Wie der Titel verrät, verschlägt es Wöller und Lieblingsgegenspielerin Schwester Hanna Jakobi (Janina Hartwig) nach Portugal, an den berühmten Wallfahrtsort Fatima, an dem Hirtenkindern die Mutter Jesu erschienen sein soll. Schwester Jakobi reist aus reiner Nächstenliebe an diesen heiligen Ort. Sie begleitet die wohlhabende Witwe Sonja Berger (Bibiana Zeller), die dort ihre Jugendliebe Thomas (Peter Franke) vermutet. Wöller hingegen lockt nur das Geld der alten Dame. Weil er eine Großspende für Kriegswaisen veruntreut hat, hofft er auf einen großzügigen Scheck der Witwe Berger. Es wird also wie immer turbulent.

Und, klar – auch in diesem Weihnachtsspecial schlüpft Wöller wieder in die Rolle des Weihnachtsmanns. Obwohl Fritz Wepper selbst als Kind mit dem Glauben ans Christkind aufgewachsen ist. „Doch nachdem ich ja nicht das Christkind geben kann, gebe ich eben wieder den Weihnachtsmann. Ich werde ja immer dazu genötigt, vor allem von meiner Schwester Hanna“, sagt er und lacht.

Die Schwester Hanna sieht an diesem Vorweihnachtsabend allerdings ganz anders aus als sonst. Obwohl sie gerade von den Dreharbeiten kommt, ist nichts mehr zu sehen von der Klosterschwester. Mit offenen Haaren und freundlichem Lächeln erzählt Janina Hartwig davon, wie sehr sie sich schon auf die Festtage freut. Mit der ganzen Familie, gutem Essen. Obwohl in der ehemaligen DDR aufgewachsen, war auch für sie und ihre Familie dieses christliche Fest immer ein Grund zum Feiern. Inklusive Besuch des Weihnachtsmanns. Mit fünf war der Zauber dann allerdings schon wieder vorbei. Damals, als ihr ein Nachbarsmädchen verriet: „Der Weihnachtsmann ist der Herr Omen aus dem Erdgeschoss.“

Und wie feiert Fritz Wepper das Weihnachtsfest? „In Frieden!“ So zumindest der Plan, fügt er grinsend hinzu. „In friedlicher Absicht. Sagen wir mal so. Ich bin diesmal dran mit dem Zubereiten des Gänsebratens am 1. Weihnachtstag.“ Er selbst ist ein gläubiger Mensch, betet jeden Tag das Vater Unser und trägt zwei Medaillons um den Hals – eines aus Fatima und eines aus Medjugorje, ein zweiter, von der katholischen Kirche allerdings nicht anerkannter Wallfahrtsort, an dem ebenfalls von einer Marienerscheinung berichtet wird. „Das Medaillon habe ich schon mehrere Jahre. Ich habe es auch für die ganze Familie gekauft und von einem befreundeten Juwelier vergolden lassen.“ Der Protestant mit katholischer Großmutter war schon als Kind von dem Prunk und dem Glitzer der katholischen Kirche beeindruckt und hat es umso mehr genossen, durch die Arbeiten am Weihnachtsfilm Näheres über die Marienerscheinungen zu erfahren.

Ein letztes Mal bei dieser weihnachtlichen Sonderfolge mit dabei ist auch Schauspielerin Gaby Dohm, die bereits ihren Abschied angekündigt hat. Noch sechs Folgen, dann ist für sie Schluss mit der Rolle der Oberin Louise von Beilheim. Warum? „Nun, ich habe ja nun dreieinhalb Jahre das Ganze gespielt und habe es gerne gespielt – aber ich liebe nicht so sehr Wiederholungen und freue mich nun auf neue Aufgaben“, begründet sie an diesem Abend ihren Ausstieg aus der Serie.

Die Abneigung gegen Wiederholungen zeigt sich auch am Weihnachtsabend. Dohm mag nicht die festgelegten, immer gleichen Feste. „Ich feiere schon so lange Weihnachten, dass ich es immer wieder schön finde, mir einen neuen Ablauf für die Weihnachtsfeier einfallen zu lassen“, sagt sie. Für sie ist jedes Jahr ein bisschen anders, immer spontan, keine immer gleichen Abläufe. Gute Gespräche zu führen ist ihr wichtig. Da kann ihr Wepper nur zustimmen: „Weihnachten ist die Zeit, in der man Freundschaften pflegen kann und nichts anderes tun sollte, als positive Energien auszutauschen.“

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