„Was wir erlebt haben, darf nicht vergessen werden“

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Film „Theresienstadt – Musik als Zuflucht“ Bayerische Akademie der Schönen Künste: DVD-Produktion für alle musischen Gymnasien in Bayern kostenlos

Vor zwei Tagen schrieb Coco Schumann, 89, Jazz-Gitarrist und Holocaust-Überlebender, einen Brief an die Akademie der Schönen Künste. An jenem Abend lief im BR die Dokumentation „Theresienstadt – Musik als Zuflucht“ (wir berichteten). Und Coco Schumann, einer der Protagonisten, formulierte: „Mich hat die Musik gerettet. Die Lager und die Angst veränderten mein Leben, aber die Musik hat es geführt. Ich habe überlebt.“

Coco Schumann war für den Film, eine Produktion der Akademie, nach Theresienstadt zurückgekehrt – dorthin, wo er mit den „Ghetto-Swingers“ für die Lagerinsassen Konzerte geben musste: „Ich bin froh, dass Sie mich über meine Zeit im Ghetto von Theresienstadt befragt haben“, schrieb er. „Der Film ist sehr gut gemacht.“ Und: Umso mehr freue es ihn, dass die Akademie der Schönen Künste die DVD nun allen musischen Gymnasien in Bayern kostenlos zur Verfügung stellen will. „Ich wünsche viele Zuschauer – in Bayern, Deutschland und überall auf der Welt, denn das, was wir erlebt haben, darf nicht vergessen werden.“

Jüngst hatte Katja Schaefer, die Generalsekretärin der Akademie, die DVD symbolisch an Kultusminister Ludwig Spaenle (CSU) übergeben – und sich bei der Friedrich-Baur- und der Oberfrankenstiftung bedankt: Ohne sie „hätten wir die Sache nie realisieren können“, sagte sie. Coco Schumann, der Theresienstadt, Auschwitz und Dachau überlebt hatte, schrieb: „Wir dürfen uns von den Ansichten anderer nie verbiegen lassen. Was zählt, ist die eigene Überzeugung.“ BArbara Nazarewska

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