WIENS AUßENMINISTER SEBASTIAN KURZ BEIM JAHRESEMPFANG VON IHK UND EUROPA-UNION IN MÜNCHEN

Warum Österreicher so gern nach Bayern kommen

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München – Wohin reisen Austrianer am liebsten, wenn sie ihre Alpenrepublik verlassen?

Nach Bayern, behauptet Österreichs Außenminister Sebastian Kurz: „Da sind sie nicht mehr richtig daheim, aber auch noch nicht im Ausland.“ Auch wenn’s vielleicht nur Wiener Schmäh war: Die Gäste des gemeinsamen Jahresempfangs von Griechischer Akademie, der Akademie für Politische Bildung Tutzing, der Europa-Union München und der IHK München und Oberbayern hörten’s gern und spendeten dem Festredner gleich mal kräftigen Beifall.

„Die EU, die Flüchtlingspolitik und der europäische Zusammenhalt“ waren das Thema an diesem Donnerstagabend in den Räumen der IHK in der Orleansstraße, und Mit-Gastgeber Stavros Kostantinidis, Chef von Europa-Union und Griechischer Akademie, hatte die Besucher in seiner Einstimmung zu mehr Optimismus aufgerufen: „Die glücklichsten Menschen leben in Europa, die liebenswertesten Städte liegen in Europa, die beste Gesundheitsversorgung gibt es in Europa, die meisten börsennotierten Unternehmen und die meisten Olympiasieger. Nur eines fehlte zuletzt: das Selbstbewusstsein.“ Das aber, so Kostantinidis, ändere sich gerade. Seit Brexit, Trump und dem Siegeszug der Populisten erstarkten die Gegenkräfte. „Man spürt das in Berlin, Wien oder Lissabon und auch in München, wo jeden Sonntag Tausende auf die Straße gehen, um dieses Europa zu feiern.“

Außenminister Kurz warb dafür, den europäischen Erfolg in der gemeinsamen Flüchtlingspolitik zu suchen. Auf der Balkanroute sei es gelungen, illegale Migration zu stoppen. Dasselbe könne auch auf der zentralen Mittelmeerroute über Italien gelingen, wenn die dort patrouillierenden Schiffe dazu übergingen, nicht mehr das Geschäft der Schlepper zu besorgen, indem sie diesen die Migranten abnähmen und nach Europa weitertransportierten, sondern sie versorgten und dann zurück in „Schutzzonen“ nach Afrika brächten. Nur so sei der Teufelskreis von immer mehr illegaler Migration und immer mehr Ertrunkenen zu durchbrechen. „Wir müssen das tödliche Geschäftsmodell der Schlepper zerstören“, verlangte Kurz.

Dafür gab’s viel Applaus – aber auch einige kritische Anmerkungen von Ursula Münch, der Chefin der Politischen Akademie Tutzing, die die anschließende Diskussion mit den illustren Gästen moderierte. Beim Stehempfang mit griechischen Spezialitäten diskutierte die versammelte bayerische Prominenz noch bis tief in die Nacht weiter. Gesichtet wurden unter anderem: Bundestagsvizepräsident Johannes Singhammer, Josef Bittscheidt, Chef der Kreissparkasse München Starnberg Ebersberg, Martin Mihalovits, Vorstandsvorsitzender der Kreissparkasse Miesbach-Tegernsee, die Landtagsabgeordneten Markus Blume, Michael Piazolo, Diana Stachowitz, Walter Taubeneder, Karl Freller, Volkmar Halbleib, Münchens Polizeipräsident Hubertus Andrä, MTU-Chef Reiner Winkler, IHK-Hauptgeschäftsführer Peter Driessen, Stadtsparkassen-Chef Ralf Fleischer, Thomas Leeb, Geschäftsführer der Quandt-Stiftung, Ursula Männle, Chefin der Hanns-Seidel-Stiftung, Ilona Ramstetter, Vorsitzende der Münchner Symphoniker, Nicole Inselkammer, geschäftsführende Gesellschafterin der Inka-Holding (Augustiner), Handwerkskammerpräsident Franz-Xaver Peteranderl, Landespolizeipräsident Wilhelm Schmidbauer, Erdings Landrat Martin Bayerstorfer und Brigadegeneral Helmut Dotzler, Chef des Landeskommandos Bayern.  geo

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