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Urgewalt Grubinger beim Jugendkonzert der Philharmoniker Im Gasteig diskutieren 14-Jährige die Argumente für und wider einen neuen Konzertsaal für München und das Programm des Abends. Urgewalt.

Grubinger beim Jugendkonzert der Philharmoniker

Im Gasteig diskutieren 14-Jährige die Argumente für und wider einen neuen Konzertsaal für München und das Programm des Abends. Verkehrte Welt? Nein, es ist das Jugendkonzert der Münchner Philharmoniker, und das bedeutet: Die Altersstruktur hat sich umgekehrt. Aus den Katakomben macht ein Moderator per Videobotschaft das „Warm-up“ für „Deutschland sucht den Klassikstar“. Der ist längst gefunden. Martin Grubinger, der österreichische Multiperkussionist, ist wie geschaffen für die Rolle des mitreißenden Musikvermittlers: jung, eloquent, mit Popstarqualitäten und nicht nur nebenbei ein Meister an seinen Instrumenten.

Wenn das Vermittlungsbemühen auch etwas übereifrig anmutet, so ist die Programmwahl glücklich. Grubinger spielt das von Bruno Hartl für ihn maßgeschneiderte Schlagzeugkonzert, ein Rundumschlag perkussiver Ausdrucksmöglichkeiten. Filmmusikalische und sphärische Elemente stehen neben Ausbrüchen, die der Österreicher ebenso kraftvoll wie leicht gestaltet. Toll ist die Zugabe – ein Ausschnitt aus Iannis Xenakis „Pleiades“. Zwischen ritueller Urgewalt und rhythmischer Komplexität wird hier Avantgarde als begeisterndes Ereignis zelebriert und mit Jubelstürmen honoriert.

Nach der Pause präsentieren sich die Philharmoniker mit einem Klassiker des musikalischen Lehrstoffs: Modest Mussorgskijs „Bilder einer Ausstellung“. Hier herrscht dann didaktischer Übereifer. Weder der dynamische Dirigent Eivind Gullberg Jensen noch Martin Grubinger und die Philharmoniker haben eine derart inszenierte Moderation nötig. Anna Schürmer

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