IN IHREM NEUEN „TATORT“ MÜSSEN SICH DIE KOMMISSARE FALKE UND GROSZ SELBST EINEM VERHÖR STELLEN

Unter Verdacht

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ARD . Von Ulrike Cordes.

Die Jäger werden zu Gejagten. In seinem zehnten Fall steht der Hamburger Bundespolizist Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring) selbst im Visier der Ermittler. Ebenso wie seine Kollegin Julia Grosz (Franziska Weisz), mit der er nun zum vierten Mal zusammenarbeitet. Denn eine aus dem Libanon geflüchtete Frau wird erschossen – und die Kugeln scheinen aus der Waffe Falkes abgefeuert zu sein. Beide Kommissare sind bei dem Geschehen in einer leerstehenden Fabrik im niedersächsischen Lüneburg dabei.

Die Situation gerät zum Ausgangspunkt der ungewöhnlichen „Tatort“-Episode „Alles was Sie sagen“, die das Erste an diesem Sonntag um 20.15 Uhr zeigt. Ungewöhnlich wirkt der Krimi nicht so sehr wegen der politisch brisanten Migrationsthematik, mit der er sich befasst – so lässt der „Tatort“-erfahrene Regisseur Özgür Yildirim („Feuerteufel“, „Zorn Gottes“) in einer Befragungsszene sogar reale Flüchtlinge antworten.

Zu etwas Besonderem wird die Geschichte aus der Feder von Jan Martin Scharf und Arne Nolting („Club der roten Bänder“) vielmehr durch ihre Form, die sich aus dem Mordverdacht ergibt. Im Mittelpunkt stehen die getrennt voneinander stattfindenden Verhöre der beiden Bundespolizisten durch den Lüneburger Polizeioberen Rehberg (Jörn Knebel). In der Enge des Büros – und angesichts des anmaßend arroganten Kriminalisten – verfangen sich Falke und Grosz in ihren Aussagen in Widersprüchen.

Zudem kocht die Atmosphäre zwischen Falke und seiner spröden, nach einem Einsatz in Afghanistan traumatisierten Kollegin hoch. Ihn wühlt auf, dass im Polizisten Olaf Spieß (Marc Rissmann) ein ehemaliger Lover der Oberkommissarin auftaucht...

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