EX-BOYBAND-STAR HARRY STYLES GIBT DEN ROCKER

Überraschung!

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Harry Styles

von armin rösl. Was haben Enrique Iglesias (42) und Harry Styles (24; Foto: François Lo Presti/AFP) gemeinsam?

Bei beiden ist die Münchner Olympiahalle ausverkauft – der Spanier war vor zwei Wochen da, der Engländer am Dienstagabend. Beide Konzerte dauern keine 90 Minuten, bei beiden ist der Kreischfaktor maximal hoch. Der große Unterschied: Styles singt tatsächlich live, seine famose Zwei-Frau-Zwei-Mann-Band pfeift ebenfalls aufs Playback, während Iglesias und seine Truppe... – na ja, Schwamm drüber.

Mit Harry Styles wächst ein neuer Mehr-Rock-als-Pop-Star heran. Richtig gelesen: Rockstar. Wer unter den 11 500 Besuchern (davon geschätzt 80 Prozent weiblich) auf jene Boygroup-Zeiten gehofft hatte, als der Brite noch Teil von One Direction war, lag falsch. Der 24-Jährige gibt den lässigen Rock’n’Roller in violettem Anzug und hellgrünen Cowboystiefeln, als hätten wir nicht das Jahr 2018, sondern 1968. Er überrascht vor allem die Eltern, die ihren Nachwuchs zum Konzert begleitet haben: Der macht ja richtig gute, ehrliche Musik, der Bursche.

Während der 24-Jährige die Metamorphose vom Teenie- zum erwachsenen Rockstar so gut wie abgeschlossen hat, hinken viele der jungen weiblichen Fans noch hinterher. Ihnen ist’s egal, was er zwischen den Songs auf der Bühne macht, gekreischt wird sowieso. Zählt er auf Deutsch „eins, zwei, drei“ – kreisch! Nuschelt er in britischem Slang ein paar Sätze, deren Worte nicht jeder versteht – kreisch! Sagt er „Munich“: kreisch! Ach, im Geschrei gehen die Worte sowieso unter. Die Musik zum Glück nicht, es wäre echt schade drum. Auch wenn es bei Harry Styles noch nicht zum abendfüllenden Programm reicht – er hat erst ein Solo-Album aufgenommen –, geht er den richtigen Weg.

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