„DER BOZEN-KRIMI: AM ABGRUND“ ERZÄHLT HEUTE ABEND GLEICH ZWEI FAMILIENTRAGÖDIEN

Trügerische Alpenidylle

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Keine Angst vor der Mafia: Sonja Schwarz (Chiara Schoras) und Matteo Zanchetti (Tobias Oertel). Dpa

Da hat die junge TV-Kommissarin nach drei Folgen endlich ihr Privatleben in den Griff bekommen, da droht ihr der Gatte genommen zu werden.

Und das nur, weil sie ihren Job so richtig gut machen will und damit einigen üblen Leuten in die Quere kommt. Wie es mit ihr weitergeht, das kann das TV-Publikum nun verfolgen im Film „Der Bozen-Krimi“, der heute (20.15 Uhr, ARD) zu sehen ist.

Die hohen Berge stehen drohend, eine Straße windet sich hindurch, ein Wagen fährt schnell dahin. Drinnen sitzen die Kommissarin Sonja Schwarz (Chiara Schoras) und ihr Mann Thomas (Xaver Hutter), als das Auto plötzlich ins Schlingern gerät und in einem Holzstapel zum Stehen kommt. Während sie nahezu unversehrt aussteigt, wird er lebensgefährlich verletzt ins Klinikum gebracht.

Ein Steinschlag war das nicht: Als ihr Kollege Matteo Zanchetti (Tobias Oertel) den Unfallort untersucht, findet er ein Projektil und ahnt nicht nur, dass es ein Mordanschlag war, sondern dass er auch noch ihm galt. Denn eigentlich hätte er im Auto sitzen sollen, und nicht Sonjas Mann. Parallel dazu ermitteln Jonas Kerschbaumer (Gabriel Raab) und sein Vater (Hanspeter Müller-Drossaart) im Fall des tödlich verunglückten Sohns einer Bergbäuerin. Dieser Nebenhandlung hätte es gar nicht bedurft, denn das eigentliche Geschehen ist schon spannend genug. Aber vermutlich wollten Autor Jürgen Werner und Regisseur Thorsten Näter gleich zwei Familiendramen erzählen, mitsamt ihren Unterschieden und Gemeinsamkeiten.

Schoras („Tempel“) ist in nahezu jeder Szene im Bild und unzweifelhaft das Gesicht dieser Krimi-Reihe. Warum sie die Figur der Sonja so gern spielt? „Wir schauen ihr als Zuschauer ganz nah dabei zu, wie sie oder ihre Familie in die Fälle mit verwickelt sind. Sie ist immer auf höchstpersönliche Weise involviert. Das macht es so besonders.“

Eine lineare Erzählstruktur sei spannender zu schauen und, wie sie finde, auch zu spielen. „Man erfährt mehr über die Figuren und kann natürlich viel besser mitfiebern“, so Schoras. „In den neuen Folgen wird es sehr traurige Momente für die Familie geben, die alles grundlegend verändern. Es ist spannend, dieser zusammengewürfelten Familie dabei zuzuschauen, wie sie mit den Herausforderungen umgeht.“

Das ist in der Tat ziemlich spannend, zumal in diesem Fall auch noch die Mafia mit im Spiel ist. Dazu kommt noch die eindrucksvolle Kulisse der Südtiroler Alpen, die von Kameramann Joachim Hasse gekonnt eingefangen und in die Handlung eingewoben wird. Vor allem das Finale des Films, der mehr Tragödie ist als Krimi, ist in jeglicher Hinsicht der Gipfel.

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