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Bei der Nacht der Medien gestehen Promis ihre Handysucht . Wenn im Justizpalast keine Richter in ihren Roben durch die Gänge schreiten, sondern Damen in schicken Abendkleidern, Männer im feinen Zwirn und viele emsige Ober über den Marmor huschen, dann ist es wieder soweit: Die Nacht der Medien findet statt.

Seit 1987 wird tagsüber in Konferenzen über das Thema Medien diskutiert und gefachsimpelt, aber ein beliebter Höhepunkt ist die Party in den historischen Räumen. Natürlich zückt da jeder sein Handy und stellt die Fotos des pink beleuchteten Saals auf Facebook oder Twitter.

Auch Wirtschaftsminsterin Ilse Aigner hat ein Facebook-Profil. „Da stelle ich schon immer selbst etwas rein“, erklärt sie der tz. Ihr Handy, und ihr Tablet benutzt sie übrigens nicht nur zum Kommunizieren. „Ich habe einige Zeitungen als E-Paper darauf.“ Ganz fortschrittlich – so wie die anderen Gäste auch.

Medienpsychologe Jo Groebel sagt, dass er Nachrichten fast ausschließlich im Internet oder per E-Paper konsumiert. Er leitete während der Konferenz eine Diskussionsrunde zum Thema „Meinungsvielfalt im Digitalzeitalter“.

Sky-Moderatorin Birgit Nössling gesteht, dass sie mit ihren beiden Handys praktisch verwachsen ist. „Mein Freund schimpft mich immer, dass ich dauernd drauf schaue, aber er ist auch zehn Jahre älter. Vielleicht liegt es daran“, sagt sie lachend. „Ich mache immer alles gleichzeitig: Fernsehen, SMS-schreiben und dann am besten auch noch was auf dem Tablet.“ Multitasking, aber dafür sind Frauen ja bekannt.

Wie auch Schauspielerin Doreen Dietel, die seit der Geburt von Marlow (1) alle Hände voll zu tun hat. Ihr Handy nutzt sie gerade am liebsten, um Fotos und Videos von ihrem Sohn zu zeigen. Sie freute sich, mal wieder etwas feiern zu dürfen. Wie auch Erfolgsproduzent Leslie Mandoki, Madame-Chefredakteurin Petra Winter, Prof. Wolf-Dieter Ring, Sky-Moderatorin Karolin Oltersdorf, Merkur-Verlagsleiter Andreas Heinkel mit Gattin Brigitte und Trachten-Designer Frederic Meisner. Sträflich vermisst wurde übrigens die Champagner-Bar. Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch. Gefeiert wurde bis in die frühen Morgenstunden.

Sandra Brockötter

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