Tief in roten Zahlen

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Mehr als 3,7 Millionen Euro Verlust am Burgtheater? von matthias röder

Das Wiener Burgtheater hat große Finanzprobleme. Das Jahresminus 2012/2013 werde mit Sicherheit höher ausfallen als in der vorherigen Spielzeit, als 3,7 Millionen Euro Verlust ausgewiesen worden waren, sagte Bundestheater-Holding-Chef Georg Springer. Er sei aber überzeugt, dass es nicht in den zweistelligen Millionenbereich gehe. Zugleich nahm Springer Burg-Intendant Matthias Hartmann in Schutz. Hartmann sei wie andere auch Opfer einer schwer durchschaubaren „Schattenwirtschaft“ durch die inzwischen entlassene Vizedirektorin des Burgtheaters, Silvia Stantejsky, sagte Springer. Diese bestreitet allerdings die Vorwürfe und geht gegen ihre Entlassung gerichtlich vor.

Als eine wesentliche Ursache für das Finanzproblem des Hauses gilt, dass die Subventionen (aktuell 46,3 Millionen Euro) seit vielen Jahren kaum angehoben wurden. Der Betrag könne die Kostensteigerungen bei den Gehältern längst nicht mehr auffangen, bekräftigte Intendant Hartmann vor wenigen Tagen. Er selbst verweist auf die gestiegenen Einnahmen in den ausverkauften Spielstätten des Burgtheaters. Zum Verdacht der unsauberen Buchführung erklärte Hartmann: „Ich muss mich auf das verlassen, was die Kaufleute machen.“

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