Die Tanz-Zukunft

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Klassisch-romantisch: Szene aus „Don Quijote“. Foto: tandy

Stilistische Vielseitigkeit bei der Bosl-Matinée im Nationaltheater . Noch das letzte Sesselchen im Münchner Nationaltheater war besetzt bei der Ballett-Matinée der Heinz-Bosl-Stiftung.

Das ist traditionell so, seit Konstanze Vernon 1978 die Stiftung und diese Matinée ins Leben rief. Und bei der Professionalität der Studenten der Ballettakademie/ Musikhochschule München und der Junior Compagnie des Staatsballetts wird wieder einmal deutlich: Konstanze Vernons Saat für die Zukunft des Tanzes ist aufgegangen. Dafür hat die vergangenes Jahr Verstorbene jede Menge Preise erhalten. Nun ist in Aubing auch eine Straße nach ihr benannt.

Gefallen hätte ihr sicher der Matinée-Auftakt von Akademie-Leiter Jan Broeckx und der Pas-de-deux-Koryphäe Kirill Melnikov: Paare und Gruppen fliegen zu Prokofjews „Symphony Classique“ nur so dahin. Wie in einem einzigen Fluss wird die ganze Basis des klassischen Balletts wunderbar tänzerisch vorgeführt, ohne auch nur eine Sekunde schulisch zu wirken. Klassisch-romantisches Handwerk zeigen die Mädchen dann in „Don Quijotes“ Traum von Dulcinea. Den phon-stärksten Applaus heimsen die dreißig Ballettratten ein für ihre blitzblanke Mazurka aus Petipas „Paquita“ (1881). Das Ballett in Gänze, rekonstruiert von Meister-Choreograf Alexei Ratmansky, kann man ab 13. Dezember vom Staatsballett sehen.

Die Junior Compagnie präsentiert sich, ganz im Trend unserer Zeit, stilistisch vielseitig: neoklassisch in Balanchines „Valse Fantaisie“, gediegen zeitgenössisch in einer von Norbert Graf und Simone Sandroni liturgisch angelegten „Lauda-Suite“, zu geistlichen Kompositionen der Renaissance, die Gavin Bryars bearbeitet hat. Und mit Richard Siegals „The New 45“ servieren vier „Juniors“ einen hinreißenden, jazzigen, jet-schnellen und latino-flirtigen Rauschmeißer. Yeah! malve gradinger

Letzte Vorstellung

am 23. November, 11 Uhr;

Telefon 089/ 33 77 63.

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