Stimmen zu Bönischs Tod Heidelinde Weis, Schauspielerin und Regisseurin: „Ich bin sehr getroffen.

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Stimmen zu Bönischs Tod. Heidelinde Weis,

Schauspielerin und Regisseurin:

„Ich bin sehr getroffen. Wir waren Freundinnen und haben viel gemeinsam durchgestanden. Sie war an meiner Seite, als mein Mann so lange krank war (er starb 1998, Anm. d. Red.). Und als ich meine erste Inszenierung anpackte („Nächstes Jahr, gleiche Zeit“). Das Eindrucksvollste an Margit war, dass sie voller Ideen war. Und sie hat nie aufgegeben – bei der Leitung eines Privattheaters ist das hart. Man hat alles mit ihr machen können, sie war ein Partner. Wir waren da wie Geschwister. Sie hat mich so viele Jahre begleitet – ich habe ja in der Komödie oft gespielt! Wie wird es weitergehen?“

Nikolaus Paryla,

Schauspieler und

Regisseur:

„Es ist, als würde ein Stern am Himmel fehlen. Sie als Frau hat ganz alleine für ein Theater gekämpft – das gibt es nirgends. Als junger Mensch hatte ich am Residenztheater in Nestroys ,Talisman‘ gespielt. Margit sagte: ,Wenn Sie je eine Tournee machen, dann nur mit mir.‘ So habe ich es gehalten; später auch in ihrer Komödie. Das ist eines der wichtigsten Theater Münchens, denn es wurde an den Kammerspielen gemessen und das ohne einen Groschen Subvention. Margit Bönisch war ein echter, altmodischer, moderner Theatermensch. ,Machen wir einen Klassiker‘, hat sie zu mir gesagt – und es war mir eine Freude. Deswegen sollten wir ihrem Theater die Treue halten.“

Simone Rethel,

Schauspielerin:

„Es ist unsagbar! Margit Bönisch und Jochen Busse wollten gerade mit uns zusammen beider Geburtstag feiern. Sie hatte alles großartig organisiert – wie sie es immer tut. Sie war eine der tollsten Intendanten. Jedem hat sie geholfen, war um jeden bemüht. Ich habe sie durch meinen Mann Johannes Heesters kennengelernt. Vor der Komödie hatte sie ein Tourneetheater. Er spielte ,Casanova auf Schloss Dux‘, und Margit hatte in München ein Theater in der Leopoldstraße gemietet; das war wohl 1987. “

Dieter Reiter,

Münchens OB:

„Der Tod von Margit Bönisch macht uns alle fassungslos und einfach nur traurig. Jahrzehntelang hat sie die Kulturstadt München mit geprägt, hat große Schauspieler und Regisseure an den Promenadeplatz geholt und gleichzeitig immer auch junge Talente gefördert. Ihr Münchner Publikum wird sie nicht vergessen.“

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