Man spricht Deutsch

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Kritik am NDR nach Interview mit Edward Snowden – Originalfassung war zunächst nicht verfügbar und kann im Ausland nicht gesehen werden Voller Stolz hatte die ARD für das Exklusivinterview mit dem amerikanischen Ex-Geheimdienstler Edward Snowden am Sonntagabend geworben, doch am Tag danach hagelt es Kritik für den verantwortlichen Norddeutschen Rundfunk (NDR).

Nicht nur, dass das Interview erst nach 23 Uhr ausgestrahlt wurde, für Verdruss im Ausland sorgt ferner, dass nur die deutsche Fassung zu sehen war. Die englischsprachige Originalfassung wurde zunächst nicht zur Verfügung gestellt.

Erst am Montag reagierte der Sender auf die Kritik. In der ARD-Mediathek wurde das Video als englische Originalfassung hochgeladen. Der NDR begründete das gegenüber „Spiegel online“ mit dem „großen Interesse“ an dem Gespräch – was allerdings vorhersehbar gewesen sein dürfte. Deshalb habe man noch einmal mit der Produktionsfirma gesprochen und sich auf die Verbreitung des Originals verständigt, hieß es.

Der Zugriff aus dem Ausland ist jedoch weiterhin durch das sogenannte Geoblocking gesperrt. Der NDR teilte mit, die Rechte lägen bei der Produktionsfirma Cinecentrum. Cinecentrum ist jedoch eine Tochtergesellschaft der Vermarktungsgesellschaft Studio Hamburg – und die wiederum gehört dem Norddeutschen Rundfunk.

Gegenüber „Spiegel online“ teilte der Sender mit: „Die am Sonntag gezeigte 30-Minuten-Fassung zielt auf die Verbreitung einer deutschen Version – entsprechend dem Auftrag des NDR. Daraus ergibt sich auch das Geoblocking im Internet.“ Der Sender habe die Online-Rechte nur unter der Bedingung erhalten, dass Geoblocking eingesetzt wird: „Daher können wir es nicht aufheben.“ Bei Cinecentrum wollte man sich gestern dazu nicht äußern.  mm

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