Die Sonne gewinnt

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Aneta Sablik aus Gelting ist die Gewinnerin der elften Staffel von „Deutschland sucht den Superstar“. Von Katja Heins und Angelika Mayr.

Sie hat es geschafft: Aneta Sablik aus Gelting ist Deutschlands neuer Liebling. Der blonde Rauschgoldengel mit der gewaltigen Stimme gewann das „Deutschland sucht den Superstar“-Finale am Samstagabend. Dabei stellte sie auch ihren eigenen Dance-Song „The One“ vor – einen Ohrwurm für den Ballermann und die Dorf-Disco gleichermaßen. Erstmals nämlich komponierte nicht mehr Ober-Juror Dieter Bohlen die potenziellen Siegertitel der Kandidaten.

Doch viele wollten Sabliks Lied offenbar nicht hören: Die Quoten für die RTL-Sendung waren miserabel. Nur 3,8 Millionen (13 Prozent) Zuschauer schalteten das Finale ein, damit kam „DSDS“ nur auf den dritten Platz hinter der ZDF-Krimikomödie „Friesland: Mörderische Gezeiten“ (6,47 Millionen; 21,6 Prozent) und den „Musikantenstadl“ in der ARD (4,13; 13,8). Und damit lag das „DSDS“-Finale der elften Staffel noch unter dem Durchschnitt der vorherigen 18 Folgen mit 4,09 Millionen. Zum Vergleich: In der ersten Staffel 2003 siegte Alexander Klaws vor 12,8 Millionen Zuschauern. Die Spitzenwerte lagen damals bei 15,01 Millionen.

Für die 25-jährige Journalistik-Studentin Sablik, die vor zweieinhalb Jahren aus Polen nach Deutschland zog, stimmten beim Staffelfinale 57,8 Prozent der Fernsehzuschauer per Telefon – und verwiesen damit ihre bodenständige Konkurrentin Meltem Acikgöz auf den zweiten Platz. Sablik bekommt nun 500 000 Euro, einen Kleinwagen und einen Plattenvertrag mit Universal. Jury-Schlachtross Dieter Bohlen hatte es gleich gesagt: „,DSDS‘ war ihre Chance, und die hat sie ergriffen.“ Für ihn ist Sablik „eine Sonne“. Jurymitglied Kenneth Glöckler alias Prince Kay One fand alle drei Auftritte „geil“ oder „supergeil“. Jury-Kollegin Mieze Katz erinnerte an die Zeit, als Sablik nur „drei Worte Deutsch konnte“ und sprach von einer „emanzipierten Powerfrau“. Die vierte am Tisch, Marianne Rosenberg, bemühte sich um musikalisch fundierte und eloquente Kritiken.

„Knufflig und weich, sie trinkt morgens immer drei Liter Weichspüler“, sagte Bohlen kurz vor der Entscheidung zur zweiten Finalistin Meltem Acikgöz aus Dilligen im Saarland. Immer wieder wurde der Aufstieg der 24-jährigen „Balladen-Queen“ vom Fastfood-Schalter auf die Bühne thematisiert. Die Kritiken der Jury waren am Samstagabend auch durchweg gut. Zum ersten Mal in der „DSDS“-Geschichte standen am Samstag drei Kandidaten im Finale. Nach der ersten Runde traf es Daniel Ceylan (28) aus Meschede im Sauerland. 30 Kilo hatte er während der Staffel abgenommen und bekannte: „Ich habe noch nie in meinem Leben so gekämpft.“ Geholfen hat es am Ende nicht.

Während die diesjährige Gewinnerin Sablik also noch ihren Sieg verdauen muss, plant RTL trotz schwacher Quoten schon für die zwölfte Staffel im kommenden Jahr. Die Werbespots laufen schon, die Bewerbungen ebenfalls.

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