FESTIVAL „RADIKAL JUNG“ ENDET MIT REKORDAUSLASTUNG

Ein Sieg fürs Theater

  • schließen
  • Weitere
    schließen

von Michael Schleicher „Radikal jung“, das Regie-Festival des Volkstheaters, ist am Wochenende zu Ende gegangen – und lässt zahlreiche Gewinner zurück.

Der Publikumspreis, traditionell gestiftet vom Freundesverein des Münchner Volkstheaters, war heuer mit 4000 Euro dotiert und wird geteilt. Denn bei der Abstimmung der Zuschauer während der Festivalwoche lagen zwei Produktionen in der Gunst gleichauf: die Inszenierung „Children of Tomorrow “ von Tina Müller und Corinne Maier (auch Regie) vom Volkstheater sowie „Ja eh! Beisl, Bier und Bachmannpreis“ von Stefanie Sargnagel in der Regie von Christina Tscharyiski vom Wiener Rabenhoftheater.

Der Kritikerpreis, vergeben von den Studierenden der Theater-, Film- und Fernsehkritik der Bayerischen Theaterakademie, ging an „Skelett eines Elefanten in der Wüste“ inszeniert von Ayham Majid Agha (Gorki Theater, Berlin). Darüber hinaus vergab die Masterclass, bestehend aus Regiestudierenden, eine Auszeichnung an die Produktion „Mittelreich“ von den Münchner Kammerspielen in der Regie von Anta Helena Recke.

Als Gewinner dürfen sich aber auch Festivalleiter Kilian Engels und das Volkstheater fühlen: Das seit Jahren beliebte Festival konnte seine Attraktivität nochmals steigern und vermeldet nun eine Auslastung von 94,9 Prozent; im Vorjahr lag diese bei 93,4 Prozent. Mehr als 5500 Zuschauer sahen die 13 Inszenierungen, die aus Berlin, Hamburg, Köln, Stuttgart, Wien, Tel Aviv und München kamen. Ausgewählt wurden die Arbeiten im Vorfeld von einer dreiköpfigen Jury, in der neben Engels die Schauspielerin Annette Paulmann sowie Theaterkritiker C. Bernd Sucher saßen. Sie kuratierten die 14. Auflage des Festivals in diesem Jahr zum letzten Mal in dieser Besetzung. Wie berichtet, beendet Paulmann auf eigenen Wunsch die Arbeit für „Radikal jung“. Ihren Platz nimmt Christine Wahl ein. Die freie Journalistin und Theaterkritikerin arbeitete als Jurorin bereits für das Berliner Theatertreffen und den Hauptstadtkulturfonds.

Zurück zur Übersicht: Kultur & TV

  • schließen
  • Weitere
    schließen

Kommentare