HAMBURGISCHE STAATSOPER TRENNT SICH VON SÄNGERIN

Zu schwanger für Mozart

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Die Sopranistin Julie Fuchs ist nach eigenen Angaben von der Hamburgischen Staatsoper wieder ausgeladen worden.

Der Grund: Als Frau, die im vierten Monat schwanger ist, könne sie nicht die Pamina in den Wiederaufnahmevorstellungen von Mozarts „Zauberflöte“ übernehmen. Dies passe, so habe die Staatsoper wissen lassen, auch nicht zur Inszenierung von Jette Steckel. Wie die französische Sängerin auf ihrer Facebook-Seite mitteilt, fühle sie sich stimmlich und körperlich in Topform und sei daher dazu in der Lage, ihren Vertrag zu erfüllen. Sie sei traurig darüber, dass in den Verhandlungen mit der Staatsoper keine Lösung gefunden werden konnte, um diesen „leichten körperlichen Unterschied“ einzubauen.

Die Hamburgische Staatsoper teilte in einer Stellungnahme mit, man bedauere, dass man Julie Fuchs nicht in den Vorstellungen einsetzen könne. Dies hänge vor allem mit den Besonderheiten der Inszenierung zusammen. Nach einer gründlichen Untersuchung sei man zu dem Schluss gekommen, dass die Produktion nicht geändert werden könne. Es gebe eine Reihe von physisch anstrengenden Momenten, darunter auch Flugszenen. Diese seien aus Sicherheitsgründen für Schwangere verboten. Die rechtliche Situation in solchen Fällen sei eindeutig, schreibt der Künstlerische Betriebsdirektor Tillmann Wiegand. Ein Gesundheitsrisiko werde man unter keinen Umständen eingehen.

„Ich freue mich, dass ich voller Energie bin“ schreibt unterdessen Julie Fuchs auf Facebook. „Mein guter Gesundheitszustand wurde mir von meinen Ärzten bestätigt. Ich freue mich darauf, im Juni mit Monteverdis Poppea auf die Bühne des Zürcher Opernhauses zurückkehren zu können.“  th

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