Sammelwut

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Berlins Transmediale beschäftigt sich mit digitaler Überwachung . Das Berliner Kunstfestival Transmediale stellt die ständige digitale Erfassung und Auswertung des Lebens in den Mittelpunkt.

Fünf Tage lang beschäftigen sich Künstler, Programmierer und Aktivisten mit diesem Thema, das Motto lautet „Capture All“ („Sammelt alles“). „Wir sind zu Mitspielern der Überwachung geworden, als Spieler, Nutzer, Arbeiter“, sagte der künstlerische Leiter des Festivals, Kristoffer Gansing. Das Motto lehne sich an die Snowden-Dokumente an, die „Capture All“ als Leitmotiv der Geheimdienste offenbarten. Das Streben, alles Mögliche digital aufzufangen, zu analysieren und abzuspeichern, zeige sich auch in anderen Lebensbereichen. So widmet sich ein Teil des Festivals dem Bereich Arbeit.

Die Transmediale beginnt heute im Haus der Kulturen der Welt. Bis Sonntag gibt es Diskussionen, Filme und Kunst zu sehen. Der Netz-Kritiker Evgeny Morozov spricht über den Einfluss von Algorithmen im Alltag, auch der Forscher McKenzie Wark, der einmal das „Hacker Manifest“ schrieb, soll auftreten. In Workshops wird Technik entwickelt, mit der Nutzer ihre digitale Infrastruktur wieder selbst in die Hand bekommen können. Die Kulturstiftung des Bundes finanziert das Festival mit 450 000 Euro.  dpa

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