+++ Eilmeldung +++

DWD hebt Unwetterwarnung der Stufe 3 für Stadt und Landkreis Rosenheim auf

Am Sonntagabend wurde vor Starkregen, Hagel und Sturmböen gewarnt

DWD hebt Unwetterwarnung der Stufe 3 für Stadt und Landkreis Rosenheim auf

Landkreis Rosenheim – Der DWD veröffentlichte am Sonntagabend (26. September) eine amtliche …
DWD hebt Unwetterwarnung der Stufe 3 für Stadt und Landkreis Rosenheim auf
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FINALE DER MÜNCHNER AKADEMIE-REIHE ZUR ZUKUNFT DES THEATERS

Rettet die Poesie

von melanie brandl „Was will und was kann das Theater?“, wollte Moderatorin Sabine Dultz zum Abschluss der Reihe „Die Zukunft des Theaters – Aufbruch, Ausverkauf oder Endspiel?“ wissen, die von der Akademie der Schönen Künste in München veranstaltet wurde.

Die Digitalisierung der Gesellschaft war ihr roter Faden. Und die Frage, wie sich das Theater damit auseinandersetzen muss, spaltete die Runde ihrer Gäste von Beginn an. So beharrte Theaterkritiker Peter Iden eisern darauf, dass eine der zentralen Aufgaben des Theaters darin bestehe, „Widerstand zu leisten gegen alle Tendenzen, die uns gefährden“ – und da gehöre die Digitalisierung unbedingt dazu. Seiner Meinung nach dürfe sich das Theater keinesfalls diesem Prozess anpassen oder ihn gar mittragen. „Wir müssen das Poetische retten!“

Christopher Balme, Professor für Theaterwissenschaft an der Ludwig-Maximilians-Universität in München, konnte darüber nur den Kopf schütteln. Das Theater sei ein Medium, konterte er, und habe schon immer neue Techniken aufgenommen und sich so weiterentwickelt. „Theater als Hort des Nicht-Digitalen zu sehen, ist absurd. Poetisierung und Digitalisierung sind kein Gegensatz!“ Natürlich gehe es nicht darum, die Bühne selbst zu digitalisieren, ergänzte Oliver Reese, Intendant des Berliner Ensembles. Die Faszination eines Live-Dramas sei nicht zu ersetzen. Aber der Einfluss von Smartphone, Internet & Co. sei nicht zu übersehen. „Die jüngere Generation erzählt in ganz anderen Rhythmen.“ Dabei werde die zentrale Frage „Was wird erzählt?“ oft durch das „Wie?“ verdrängt, bedauerten alle Teilnehmer der Diskussion. Statt wie in erfolgreichen Serien Figuren zu entwickeln, fehlten in Deutschland gute neue Stücke, konstatierte Simon Strauß, Kritiker, Autor und Sohn des Dramatikers Botho Strauß.

Auch sei die Zeit für Proben oft zu knapp, klagte Schauspieler Shenja Lacher. Und Intendant Reese ergänzte die düstere Bilanz mit der Feststellung, dass die Zweiklassengesellschaft im Theater immer krasser und die freie Szene oft von Kritikern kaum wahrgenommen werde. Eigentlich gebe es nur eine entscheidende Frage, die das Theater laut Iden stellen muss: „Wie sollen wir leben?“ Ob die beantwortet werden kann, indem die Digitalisierung stur ausgeschlossen wird, ist mehr als zweifelhaft. Das erkannte auch Iden: „Am Ende entscheidet das Publikum.“

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