„Quer zum Zeitgeist“

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Richtig teuer oder „nur“ von ideellem Wert? Die Experten Hans Ottomeyer (li.) und Herbert Giese bei der Arbeit. Foto: BR

Der Bayerische Rundfunk feiert 30 Jahre „Kunst & Krempel“. Ein Alter Meister oder das Werk eines ambitionierten Laien?

Teurer Schmuck oder Strass? Uralte Handarbeit oder aus moderner Massenproduktion? Seit 30 Jahren beschäftigt sich die samstägliche Reihe „Kunst & Krempel“ im Bayerischen Fernsehen mit dieser Frage – und erreicht Sendung für Sendung im Schnitt rund 400 000 Zuschauer in Bayern, und noch einmal so viele im restlichen Bundesgebiet.

Der Effekt, dass die Experten „die stummen Dinge sozusagen zum Sprechen bringen“, aber auch die Spannung beim Zuschauer, ob es sich beim jeweiligen Exponat um Kunst oder eher um Krempel handelt, ob sich die Hoffnungen der Eigentümer erfüllen, sind für Redaktionsleiter Ronald Köhler das Geheimis des Erfolges der Sendung. Der zu vermutende materielle Wert sei nur das Salz in der Suppe, die Suppe selbst sei etwas anderes: „Die Vermittlung von Kunstwissen und Kunstempfinden. Und das in einer Form, die sich Zeit nimmt.“ Damit, so Köhler, stehe das Format „quer zum Zeitgeist“ – und sei vielleicht gerade deshalb so beliebt.

Keine Frage also, dass „Kunst & Krempel“ fortgesetzt wird. Zum Jubiläum soll es an diesem Samstag um 19.45 Uhr eine ganz spezielle Ausgabe geben. Die Redaktion hat sich auf Spurensuche nach besonderen Fundstücken aus drei Jahrzehnten gemacht und recherchiert, was aus den Exponaten und ihren Besitzern geworden ist. Durch die Sendung führt Herbert Giese, seit seit vielen Jahren Experte für „Kunst & Krempel“.  rog

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