Preziosen im Park Die Messe Kunst & Antiquitäten gibt ihr erstes Gastspiel in der Kleinen Olympiahalle

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Preziosen im Park. Die Messe Kunst & Antiquitäten gibt ihr erstes Gastspiel in der Kleinen Olympiahalle.

VON KATRIN HILDEBRAND

Im Jubiläumsjahr steht noch eine Premiere an: Erstmals gastiert Kunst & Antiquitäten in Münchens Kleiner Olympiahalle. Im Frühjahr tagte die Messe, die heuer 50 Jahre alt wurde, noch an ihrem alten Spielort. Doch der Postpalast wird umgebaut. „Schon beim letzten Mal gab’s dort deswegen einen Wasserschaden“, erzählt Maximilian Lerch, erster Vorstand des Vereins Münchner Antiquitätenmarkt. Im Vergleich zum Vorgänger bietet die Olympiahalle mit 2500 Quadratmetern mehr Platz und, entscheidend, eine rechteckige Form. Dort können die Galerien ihre Preziosen ganz anders präsentieren als in der Rotunde des Postpalastes.

Knapp 70 Anbieter sind vertreten. Sie kommen aus Deutschland, Österreich, Belgien und Frankreich und präsentieren so unterschiedliche Dinge wie japanische Farbholzschnitte (Galerie bei der Oper, Wien), Volkskunst (Roderich Pachmann, München), Silberarbeiten (Kunsthaus Kende, Tübingen), süddeutsche Malerei (Gailer Fine Art, Frauenchiemsee), Objekte und Möbel (Meletta, München) oder edle Teppiche und Textilien, wie der Vorstandsvorsitzende Lerch selbst. Mit ihm hat in diesem Jahre eine jüngere Generation den veranstaltenden Verein übernommen. Sein Vorgänger Andreas Ramer, der die Messe 1968 mitbegründete, ist noch mit an Bord – als Leiter und Ehrenvorsitzender.

Alt, Jung und alles dazwischen verbinden sich ebenfalls im Angebot. Zu den älteren Werken zählt eine Ostschweizer Skulptur von etwa 1420. Die Münchner Galerie Viktor Puch bietet die Lindenholz-Madonna für 26 000 Euro an. Geradezu jugendlich wirkt dagegen die wertvollste Madonnen-Ikone von Michael Ewenstein aus Berlin – das Objekt stammt von 1600 und ist für 20 000 Euro zu haben. Natürlich kommen die Liebhaber der Kunst des 20. Jahrhunderts und jüngerer Werke  auf  ihre  Kosten: vom Beuys-Plakat (3700 Euro) über Gottfried Helnweins Gemälde „Beethoven“ (78 000 Euro), beide Kunsthandel Draheim, Eltville-Hattenheim) und Aquarelle von Janosch (4000 bis 5000 Euro, Galerie Augustin, Wien/Innsbruck) bis hin zu mehreren Picassos. Nicht wirklich Kunst, auch nicht antik, dafür ein schickes Objekt ist eine Wurlitzer-Jukebox aus den Siebzigern. Kunsthändler Markus Strassner aus Schärding bietet den Wurli für 9500 Euro an inklusive Singles von Jimi Hendrix, Procul Harum, John Miles und anderen Helden.

Bis 21. Oktober,

täglich 11-19 Uhr; Eintritt: 9 Euro.

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