IN IHRER ZWEITEN „TATORT“-FOLGE „ZEIT DER FRÖSCHE“ ERMITTELT HEIKE MAKATSCH ALS KOMMISSARIN ELLEN BERLINGER IN MAINZ

Persönlich betroffen

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Macht sich Sorgen um ihren Neffen, der nach einer Party verschwunden ist: Ellen Berlinger, gespielt von Heike Makatsch. „Zeit der Frösche“ läuft am Ostermontag um 20.15 Uhr.

Von Oliver von Riegen. Die 16-jährige Marie (Aniya Wendel) ist von einem Schulfest nicht zurückgekehrt.

Die Polizei ist alarmiert, denn Mainz wird von einer ungeklärten Mordserie an Jugendlichen in Atem gehalten. Kommissar Martin Rascher (Sebastian Blomberg) befürchtet Schlimmes: „Ich wusste, es passiert wieder.“ Dann wird ein blutgetränkter Kapuzenpulli in der Altkleidersammlung gefunden. Und auch der 13-jährige Jonas (Luis August Kurecki) ist verschwunden., Er war ebenfalls auf der Party und ist der Sohn der Cousine (Jule Böwe) von Kommissarin Ellen Berlinger (Heike Makatsch). Die Ermittlerin ist also auch persönlich betroffen in ihrem zweiten „Tatort“-Fall mit dem Titel „Zeit der Frösche“, den das Erste am Ostermontag um 20.15 Uhr zeigt.

„Der Film spiegelt eine Melancholie wider, eine Einsamkeit, die jede Figur umgibt, und eine Ohnmacht bezüglich der Schrecken, die um einen herum passieren“, sagt Heike Makatsch über diesen Film. Ihre Figur sieht sie als rastlos, ohne echte Privatheit: „Da ist ihr Beruf vielleicht auch Mittel zum Zweck, etwas, das sie wegholt von der Verantwortung, die eine Beziehung bedeuten würde, auch für ihr Kind.“

Die Produktion des Südwestrundfunks (SWR) von Regisseur Markus Imboden („Am Hang“) und Drehbuchautor Marco Wiersch (nach einer Idee von Florian Oeller) ist wie der erste Berlinger-„Tatort“ von 2016, der von der Kritik zwiespältig aufgenommen wurde, ein Special. Wird Heike Makatsch künftig wieder auf Täterjagd gehen? „Es muss natürlich auch ein Buch da sein, das gefällt. Wir gucken von Fall zu Fall. Es ist etwas, das wächst“, sagt die Schauspielerin. SWR-Fernsehfilmchef Manfred Hattendorf hält sich bedeckt: „Alles ist offen.“

Heike Makatsch hat schon einen Wunsch, falls es weitergeht: „Ich würde mir Sebastian Blomberg als Martin Rascher wieder an meine Seite wünschen, weil ich finde, dass die beiden Kommissare gut miteinander funktionieren.“

Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz ist als „Tatort“-Schauplatz nicht neu. Zwischen 1978 und 1980 ermittelte in drei Folgen Marianne Buchmüller, gespielt von Nicole Heesters, in der Fastnachtshochburg. Heesters war damit die erste Frau im „Tatort“ überhaupt. Ihr Engagement endete unrühmlich – wofür die Hauptdarstellerin jedoch nichts konnte. Die Episode „Der gelbe Unterrock“ landete „wegen erheblicher qualitativer Mängel“ nach der Erstausstrahlung im „Giftschrank“ und wurde erst vor zwei Jahren erstmals wiederholt.

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