Die Oscar-Nacht bei Pro Sieben – Programmausfall und bis zu 540 000 Zuschauer

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Für ein paar Minuten schien es, als wär’s das gewesen mit der Oscar-Party. Ausgerechnet vor der Vergabe der Trophäe für die beste männliche Nebenrolle streikte in der deutschen Übertragung das Programm.

Für die Fernsehzuschauer von Pro Sieben brach die Show noch in der Anmoderation von Schauspieler Neil Patrick Harris (41) ab. Und danach: sieben Minuten Sendepause. Dadurch verpassten die Zuschauer hierzulande den ersten Oscar der Nacht: J. K. Simmons wurde als bester Nebendarsteller für seine Rolle in dem Film „Whiplash“ ausgezeichnet. Pro Sieben entschuldigte sich via Kurznachrichtendienst Twitter. Der Grund für die Panne: „Leitung abgerauscht“, teilte der Privatsender mit. Bei Twitter löste die Panne einen Sturm der Entrüstung aus. „Kann die Bildstörungs-Melodie inzwischen auf vier Instrumenten spielen und hab sie als Polka arrangiert“, kommentierte ein Nutzer. „@ProSieben kann man sich auf die durch die Störung freigewordene Stelle schon bewerben?“, fragte ein anderer. Der Sender nahm es selbstironisch. Nach der Verleihung der Trophäe für die beste Nebendarstellerin twitterte Pro Sieben: „Patricia Arquette (Boyhood) – und das sogar live bei uns.“

In Deutschland schalteten trotz später Stunde über eine halbe Million Menschen ein, als das Schaulaufen am roten Teppich vor dem Dolby Theatre in Los Angeles begann: Die Sendung „Red Carpet“ sahen ab 1 Uhr 540 000 Zuschauer (Marktanteil: 10,1 Prozent). Beim Beginn der Preisgala um 1.30 Uhr blieben immerhin noch 470 000 Zuschauer (Marktanteil: 11,8 Prozent) vor dem Fernseher sitzen. Bis um 2.30 Uhr stieg die Zahl sogar wieder an auf 480 000 Zuseher (Marktanteil: 14,7 Prozent).

Insgesamt wurde die Show aus Hollywood in über 100 Länder übertragen. Für den USSender ABC sind die Oscars das Fernsehereignis des Jahres. Für einen 30-Sekunden-Werbespot konnte ABC heuer umgerechnet 1,7 Millionen Euro verlangen, gut acht Prozent mehr als im Vorjahr.  mm/dpa

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