Von Olching ins Finale von „The Voice Kids“

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VOn Astrid Kistner. Bei seinem ersten Auftritt in der „Blind Audition“ musste er lange zittern.

In allerletzter Sekunde drückten Nena und ihre Tochter Larissa den Buzzer und erfüllten damit dem 14-jährigen Santiago aus Olching bei Fürstenfeldbruck einen Herzenswunsch: weiterhin auf der „The Voice Kids“-Bühne Musik zu machen. Seine samtige Stimme hat ihn ins Finale getragen. An diesem Sonntag wird sich um 20.15 Uhr auf Sat.1 entscheiden, ob Santiago als Sieger aus der aktuellen Staffel hervorgeht.

„Wenn man erst mal so weit ist, will man es natürlich schaffen“, sagt der hübsche Bub, der sich längst in die Herzen der Zuschauer gesungen hat. Stärke, Intuition und ganz viel Gefühl bescheinigen ihm seine beiden Coaches Nena und Larissa. Und Mutter Verena? Die ist einfach „unfassbar stolz“. Die 34-jährige Powerfrau kutschiert Santiago mit seinen vier jüngeren Geschwistern, Oma Ruth und jeder Menge Gepäck nach Berlin. Nur der Papa, Ex-Profifußballer Patrick Ghigani, der eine indonesische Mannschaft trainiert, kann leider nicht dabei sein. „Trotzdem weiß Santiago, dass er volle Rückendeckung hat, wenn er durch die letzten spannenden Tage geht“, sagt Verena.

Proben, Kostüm und Maske, Soundcheck, Gespräche mit den Mentoren – das alles steht auf der Agenda. Die Familie sorgt dafür, dass der Teenager nicht die Nerven verliert. Wie Santiago den Countdown vor seinem letzten Bühnenauftritt erlebt, beschreibt Mutter Verena im „The Voice Kids“-Tagebuch für unsere Zeitung. Was sie sonst noch erleben, kann man auf ihrem Instagram-Account Santiago_tvk_2018 verfolgen.

-Dienstag: Abschied aus Olching

„Wir haben Santiago und seine siebenjährige Schwester für unser Abenteuer von der Schule befreien lassen. Mit fünf Kindern und unserer Oma Ruth in einem Minivan nach Berlin – Sie können sich vorstellen, was da los ist! Ich hab’ mal nachgezählt: Wir haben zwölf Taschen ins Auto und den Rest in die Dachbox gestopft. Man braucht so einiges – gerade wenn noch ein vier Monate altes Baby mit an Bord ist. Das war eine Herausforderung, aber wir haben es geschafft und sind gesund angekommen.“

-Mittwoch: Hallo Berlin! „Es ist ja nicht so leicht, sieben Leute in einem Hotelzimmer unterzubringen, also haben wir ein großes und schönes Appartement bekommen, in dem wir alle Platz haben. Bevor Santiago von einem Shuttle mit getönten Scheiben abgeholt wird, gibt’s ein gemütliches Familienfrühstück.“

-Mittwoch: Maske & Kostüm

„Es gibt keine Vorschriften, was die Kids auf der Bühne anziehen müssen. Santiago kann seinem eigenen Stil treu bleiben und trägt die Klamotten, in denen er sich wirklich wohlfühlt. Das finde ich toll.“

-Donnerstag: Vocal-Coaching

„Santiago hatte vorher noch nicht eine Stunde Gesangsunterricht. Er konnte auch kein Instrument spielen. Es ist wirklich der Hammer, wie sich seine Stimme bei ,The Voice Kids‘ verändert hat, wie sicher er geworden ist. Nebenbei hat er sich hier sogar das Klavierspielen beigebracht und seine ersten Songs komponiert. Für mich als Mutter ist es unfassbar schön zu sehen, wie viel Talent in ihm schlummert, das einfach nur geweckt werden musste.“

-Donnerstag: Pausen

„Neben der Vorbereitung auf das große Finale wäre noch genug Freizeit, um Berlin unsicher zu machen, aber ich merke, dass Santiago es genießt, mit den anderen Kandidaten die Zeit zu verbringen. Sie machen zusammen Musik, lachen und kosten die gemeinsame Zeit aus. Es sind sehr herzliche Freundschaften entstanden. Eine Erfahrung, die einem keiner mehr nehmen kann – egal, ob man gewinnt oder verliert.“

-Freitag: Die Coaches

„Es steht schon einiges auf dem Programm: Proben auf der Bühne, immer wieder Gesangsstunden und die Besprechungen mit den Coaches Nena und Larissa. Die beiden haben ein sehr gutes Gespür für Santiago, sind einfühlsam und wissen, wo sie ihn fordern können. Gemeinsam haben sie mit ihm die zwei Songs fürs Finale ausgewählt.“

-Samstag: Der Tag vorm Finale

„Das Lampenfieber steigt – vor allem bei mir! Ich bin immer wieder erstaunt, wenn ich merke, dass ich vor Aufregung zittere und Santiago ganz entspannt bleibt. Er fühlt sich einfach wohl mit dem, was er macht. Natürlich würde er jetzt, wo er so weit gekommen ist, gern gewinnen, aber um Konkurrenz ging es ihm nie. Er will Musik machen, sich entwickeln und seinen größten Traum leben: seinen selbst geschriebenen Song irgendwann singen. Ich freue mich riesig für ihn, dass er bei ,The Voice Kids‘ so viele wichtige Erfahrungen machen durfte, an denen er gewachsen ist.“

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