EIN ÜBERBLICK ÜBER DIE WICHTIGSTEN SENDUNGEN DER DIESJÄHRIGEN FASCHINGSSAISON IN ARD, ZDF UND BR FERNSEHEN

Die Narren sind los

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Öffentlich-rechtliche . Von Astrid Kistner.

Krimis auf allen Kanälen – diesen Eindruck muss haben, wer oberflächlich seine Programmzeitschrift studiert. Alle Jahre wieder ab Ende Januar bis zum Aschermittwoch kann man einen anderen Eindruck bekommen. Dann scheint der Fasching das Programm zu bestimmen. Stimmt (auch) nicht ganz, die öffentlich-rechtlichen Sender haben in den vergangenen Jahren kräftig gestrichen, die Privaten verzichten seit einiger Zeit ganz auf Schunkelei und Büttenreden. Hier ein Überblick über die wichtigsten Sendungen, die nach wie vor beachtliche Quoten erzielen.

„Düsseldorf Helau – Jeck erst recht!“

Der Kalauer gehört zum Karneval wie Helau und Alaaf. Im Kölner Nachbarort Düsseldorf waren sie in dieser Hinsicht diesmal besonders erfindungsreich. „Jeck erst recht“, lautet das diesjährige Motto. Das Erste überträgt bereits zum 20. Mal die große Prunksitzung „Düsseldorf Helau“. Für die ARD ist und bleibt das Format unverzichtbar, schließlich erzielen die Düsseldorfer immer noch knapp vier Millionen Zuschauer – nicht zuletzt wohl deshalb, weil man hier auf professionelle Quatschmacher ohne Tusch vertraut. Unter anderen treten diesmal Jürgen Hilger-Höltgen, Markus Krebs, „Ne Hausmann“ Jürgen Beckers und Wolfgang Trepper auf. Die Band Brings grüßt gar, wie es heißt, „herzlich aus dem befreundeten Köln“. Jeck, was willst du mehr? (ARD, heute, um 20.15 Uhr.)

„Fastnacht in Franken“

„Des is da reinsde Wahnsinn“, sagt man in Franken zu so etwas. Im vergangenen Jahr knackte die 30. Ausgabe der Fernsehprunksitzung „Fastnacht in Franken“ bundesweit die 4,5-Millionen-Zuschauermarke. Und auch in diesem Jahr dürfen sich die Fans auf dreieinhalb Stunden Tanz, Musik und Büttenreden vom Feinsten aus den Mainfrankensälen im unterfränkischen Veitshöchheim bei Würzburg freuen. Da wird den Großen und Mächtigen im Land der Spiegel vorgehalten und mit Witz und Humor die Weltlage kommentiert. Gespannt werden auch wieder die Verkleidungen der geladenen Politiker erwartet. Vor allem CSU-Mann Markus Söder tat sich in den vergangenen Jahren mit großer Kreativität hervor… (BR, am kommenden Freitag, um 19 Uhr).

„Kölle Alaaf“

Traditionell zur Weiberfastnacht überträgt das ZDF eine echte Kölner Mädchensitzung. Knapp 1200 „kölsche Mädsche“ zelebrieren ihren eigenen Karneval, und auch der Elferrrat besteht nur aus Damen. Unter der Führung von Sitzungspräsidentin Martina Kratz treten unter anderen der Feuerwehrmann Kresse, der Reimredner „Tuppes vum Land“, Fritz Schopps, Frau Kühne, ne Hausmann sowie die Band Bläck Fööss auf. (ZDF, Donnerstag, 8. Februar, um 20.15 Uhr.)

„Mainz bleibt Mainz, wie es singt und lacht“

Die Fernsehsitzung aus Mainz ist und bleibt das Zugpferd der Fassenacht, wie man die närrische Zeit in Rheinland-Pfalz nennt. Immerhin 6,73 Millionen Zuschauer im vergangenen Jahr können sich sehen lassen, und auch bei den Jüngeren war die Quote nicht schlecht. Heuer überträgt das ZDF die Traditionsveranstaltung, die wie immer live aus dem Kurfürstlichen Schloss zu Mainz kommt. Sitzungspräsident Andreas Schmitt präsentiert den für Mainz so typischen Mix aus „Kokolores“ und politisch-literarischer Fastnacht. Die scharfsinnigen politischen Verse sind das Markenzeichen der Mainzer, die im Umfeld von Trump, Jamaika und Groko sicherlich reichlich satirischen Stoff finden. (ZDF, Freitag, 9. Februar, ab 20.15 Uhr.)

„Karneval in Köln“

Wer nach den traditionellen Rosenmontagszügen, die das Erste tagsüber ausstrahlt noch nicht die Nase voll hat, kann sich am Abend zur besten Sendezeit auf die ARD-Fernsehsitzung in Köln freuen: „Mer Kölsche danze us der Reih!“ (Wir Kölner tanzen aus der Reihe!) lautet das Motto beim Karneval aus Köln. Für ein schillerndes Programm in einer brandneuen Bühnendeko sorgen auch heuer wieder so beliebte Künstler wie Bernd Stelter, Guido Cantz, Marc Metzger, Martin Schopps, Volker Weininger, die Bläck Fööss, Kasalla, Klüngelköpp, Brings und De Höhner. (ARD, 12. Febr., 20.15 Uhr)

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