HENNING BAUM SPIELT EINEN POLIZISTEN IN EINEM ZWEITEILIGEN THRILLER, MIT DEM SAT.1 MAßSTÄBE FÜR KÜNFTIGE PRODUKTIONEN SETZEN WILL

München jagt den „Staatsfeind“

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Von Katja Kraft. Eine Messlatte soll „Der Staatsfeind“ sein.

Für alle Fernsehfilme, die künftig auf Sat.1 zu sehen sind. Regisseur Felix Herzogenrath hat die Latte hoch gelegt. Der Zweiteiler mit Henning Baum („Der letzte Bulle“) und Franziska Weisz („Tatort“) in den Hauptrollen, der in der übernächsten Woche, am 8. und am 15. Mai jeweils um 20.15 Uhr bei dem Münchner Privatsender zu sehen sein wird, ist großes Kino. Journalisten durften sich davon am Mittwochabend in der Astor Cinema Lounge des Bayerischen Hofs überzeugen.

Mit dabei auch Schauspieler Max von Thun, der selbst in München lebt – und nicht nur deshalb besonders gern beim „Staatsfeind“ mitgespielt hat. Tagsüber drehen, abends bei seinem kleinen Sohn zuhause sein – beste Verhältnisse für einen berufstätigen Vater, erzählt er gut gelaunt. Eigentlich hatte von Thun mit Freunden das Champions-League-Halbfinale zwischen dem FC Bayern und Real Madrid anschauen wollen. Entschied sich dann aber doch für die gemeinsame Preview mit Presse und Kollegen. Dass hier ein echtes Team entstanden ist, spürt man. „Jeder Tag am Set war für mich ein guter Tag“, erzählt Baum. „Alle haben mit großer Leidenschaft und Freude gearbeitet – ich hoffe und glaube, dass man das im Film sieht.“ Tut man.

Und wer in München lebt, hat doppelt Freude. Herrliche Stadtansichten mit Alpenpanorama im Hintergrund, viele Schauplätze in der bayerischen Landeshauptstadt kann man hier genießen. Mit einem klitzekleinen Fehler, den aber alle verzeihen. Baum, der „Staatsfeind“, flieht vor der Polizei aus dem Olympiastadion. Schnitt. Sekunden später ist er an der Maximiliansbrücke. „Das weiß ja jeder, dass man mittlerweile vom Olympiastadion im Handumdrehen am Maximilianeum ist“, scherzt von Thun. „Ich find’s klasse – früher musste man da umständlich die U-Bahn nehmen.“

Im Film spielt Weisz die Journalistin Rebecca Anger, die bei der fiktiven „Münchner Allgemeinen Zeitung“ arbeitet. Und während etwa das Lenbachhaus ganz schön was aushalten muss bei all der schussgewaltigen Action, wird es in den Redaktionsräumen nur auf emotionaler Ebene intensiv.

Denn Redakteurin Rebecca vertraut sich da ihrer Chefin an. Ihr Mann, der Münchner Polizist Robert Anger, soll für den Tod einer Kollegin verantwortlich sein. Und dann gerät er auch noch unter Terrorverdacht. Was das mit den Angehörigen, mit seiner Tochter (Katharina Stark), mit seinem ältesten Freund (von Thun), vor allem aber mit „Becca“ macht, ist stark erzählt. Herzogenrath, der ein Drehbuch von Jan Ricken und Roderick Warich verfilmte, verbindet gekonnt Thrill und großes Gefühl. In weiteren Rollen sind unter anderen Manfred Zapatka, Natalie Rudziewicz und Daniel Bachmann zu sehen. Herzogenrath drehte für den Münchner Privatsender bereits den Film „Gefangen im Paradies“ (2016) mit Anna Loos in der Hauptrolle.

„Wir möchten künftig bei unseren großen Events auf moderne packende Thriller setzen. ,Der Staatsfeind‘ ist eine Blaupause für das, was wir darunter verstehen“, hatte Sat.1-Geschäftsführer Kaspar Pflüger vorab angekündigt. Man darf sich – um im Bild zu bleiben – auf weitere Abzüge freuen.

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