Mörderische Träume

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Solo mit SEK: In seinem letzten Fall hat es der Berliner „Tatort“-Kommissar Felix Stark (Boris Aljinovic) mit einer jungen Frau zu tun, die behauptet, Morde vorherzusehen. ARD

„Tatort“ . Am Sonntag nimmt Boris Aljinovic alias Felix Stark nach 13 Jahren Abschied von der Krimireihe.

Von Caroline Bock

Wenn Schluss ist, dann richtig. Dominic Raacke (55) alias Till Ritter wollte keine große Abschiedsnummer beim Berliner „Tatort“ (ARD). Daher bekommt sein Kollege Boris Aljinovic (47) zum Finale ein Solo. Nach 13 Jahren löst er als Felix Stark an diesem Sonntag seinen letzten Fall. In „Vielleicht“ ist Stark Chef einer Mordkommission und hat ein Team von jungen Leuten um sich.

Sowohl der verantwortliche Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) als auch die Schauspieler hatten betont, dass das Ende für Ritter und Stark einvernehmlich war. Einen letzten gemeinsamen Dreh wollte Raacke dann aber nicht mehr. Nachfolger beim RBB werden, wie berichtet, Mark Waschke (42) und Meret Becker (45), die gerade ihren ersten Fall drehen. Künftig soll die Stadt Berlin eine größere Rolle spielen.

Gefragt zum Boom des „Tatort“ mit Zuschauerzahlen von regelmäßig um die zehn Millionen, gibt sich Aljinovic gelassen: „Da bin ich jetzt raus.“ Er räumte aber ein, dass er künftig die „Kohle“ für seinen Einsatz bei dem ARD-Dauerbrenner ein bisschen vermissen wird. Mit seinem letzten „Tatort“ ist er jedoch glücklich.

Regisseur und Autor Klaus Krämer beschert Hauptkommissar Stark ein fulminantes Finale. Der hört sich zu Beginn im Morddezernat gemeinsam mit seinen jungen Kollegen an, was die Norwegerin Trude (Lise Risom Olsen) zu sagen hat. Sie träumt immer wieder, dass die Studentin Lisa von einem Mann mit Latzhose umgebracht wird. Als Lisa wenige Wochen später tot in ihrem Bett liegt, ist der Kommissar schockiert. Hätte er das verhindern können? Er nimmt die hellseherischen Fähigkeiten der jungen Frau ernst und macht Skizzen. Doch dann taucht er selbst in Trudes Träumen auf.

Für Boris Aljinovic wird das Theater künftig die Regelmäßigkeit des „Tatorts“ ersetzen. Außerdem spricht er Hörbücher und Hörspiele ein. „Und irgendwo wartet auch schon eine Kamera. Mal sehen“, sagt er. Und scherzt: „Schade, dass ich Trude nicht fragen kann.“

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